Interviews

Seit Juli 2023 ist Sigrid Burkowski neu im Vorstand der RLB OÖ – verantwortlich für die Themen Governance, Compliance, Recht und Nachhaltigkeit (ESG).

 

Im ABW-Interview spricht sie über ihren Werdegang, Arbeitsschwerpunkte und erklärt, warum es wichtig ist, sich neuen Herausforderungen des Lebens zu stellen.

Sie haben Ihre Karriere vor mehr als 27 Jahren in der Raiffeisenlandesbank OÖ im Rechtsbüro gestartet. Durch Ihre zahlreichen Funktionen und Ihre laufenden Vortragstätigkeiten und Publikationen im Bereich Compliance und Geldwäschebekämpfung gelten Sie als ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet. Was begeistert Sie am Rechtsbereich? 

Recht ist und war für mich nie etwas Abstraktes, sondern ein Spiegelbild der Gesellschaft. Wenn man sich beispielsweise mit der Verfassung näher beschäftigt, dann sieht man, dass sie für viele gesellschaftsrechtliche und politische Probleme Antworten findet. Für mich ist Rechtswissenschaft aber auch eine Art des Dolmetschens – komplexe Rechtsthemen so herunterzubrechen, dass sie auch für Nicht-Juristen verständlich sind.

Sie sind im Juli 2023 neu in den Vorstand der Raiffeisenlandesbank OÖ eingezogen und dabei für die Themen Compliance, Recht und Nachhaltigkeit (ESG) verantwortlich. Welche Ziele haben Sie sich vorgenommen?

Ich habe mir drei größere Ziele gesetzt. Nachhaltigkeit ist ein Thema, das die ganze Gesellschaft betrifft. Gerade mit Blick auf die Zukunft stellt ein gesamthaftes und kundenorientiertes Nachhaltigkeitsmanagement (ESG) in der Raiffeisenlandesbank OÖ eine zentrale und fundamentale Säule dar, um unsere Kundinnen und Kunden bei der grünen Transformation zu unterstützen. Es ist eine absolute Notwendigkeit, unsere ESG-Aktivitäten daher konsequent entlang der gesamten bankbetrieblichen Wertschöpfungskette zu entwickeln und koordinieren. 

Zweites Ziel ist eine strikte Governance als starkes Fundament für den nachhaltigen Unternehmenserfolg unseres Hauses, um die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kundinnen und Kunden zu jeder Zeit bestmöglich und so unkompliziert wie möglich erfüllen zu können. Als weiteres Ziel möchte ich Frauen vor den Vorhang holen und die Diversität in unserem Unternehmen erhöhen.

Was sehen Sie als die größten Herausforderungen in den nächsten Jahren für Banken generell, insbesondere in Ihrem neuen Vorstandsbereich?

Die gesamte Bankenbranche ist mit einem stetig komplexer werdenden regulatorischen Umfeld konfrontiert. Dies zu bewältigen, ist sicher eine immense Herausforderung für Banken. In diesem Zusammenhang werden wir alle Anstrengungen unternehmen, damit die Raiffeisenlandesbank OÖ auch künftig am Markt so gut reüssieren kann wie bisher. Darüber hinaus befinden wir uns generell in einer makroökonomischen Situation mit hoher Inflation und einer Zinsentwicklung, die Banken große Herausforderungen bereiten wird.

Wie setzt die Raiffeisenlandesbank OÖ im eigenen Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit um?

Banken sind als Kapitaldrehscheiben für die grüne Transformation und damit für das verpflichtende Ziel Klimaneutralität 2050 gemäß dem European Green Deal entscheidend. Die Europäische Union versucht, mit neuen Normen und Regelwerken nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu fördern. Investitionen in Nachhaltigkeit bieten somit große Chancen und Wachstumspotenziale.

Die Raiffeisenlandesbank OÖ setzt bereits seit mehr als zehn Jahren Akzente für nachhaltige Unternehmensführung und gesellschaftliche Verantwortung. Um das Ziel Klimaneutralität 2050 zu erreichen, werden sukzessive Maßnahmen gesetzt wie etwa unterschiedlichste Initiativen zum schonenden Umgang mit Ressourcen bis hin zu Bienenstöcken am Dach unserer Zentrale. Im Zuge dessen wird auch unser Fuhrpark bis 2030 auf Treibhausgas-neutrale Mobilität umgestellt sowie die Eigenproduktion an Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2025 verdoppelt. Der zugekaufte Strom wird weiterhin emissionsfrei bezogen und möglichst auch unsere Wärme. 

Wie beurteilen Sie die Bedeutung von Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in der Geldanlage?

Nachhaltigkeit in der Geldanlage hat für Kundinnen und Kunden einen immer höheren Stellenwert. Im Private Banking sind ethisch-nachhaltige Investments bei jedem Portfoliogespräch ein Thema und ein Großteil unserer Kundinnen und Kunden investiert in Veranlagungen mit nachhaltigem Schwerpunkt. Auch im Firmenkundenbereich spielt das Thema Nachhaltigkeit sowohl im Bereich Reporting als auch im Bereich grüne Finanzierungen eine immer größere Rolle. Die KEPLER-FONDS KAG, Fondstochter der Raiffeisenlandesbank OÖ, managt bereits seit dem Jahr 2000 ethisch-nachhaltige Anlageprodukte und verwaltet aktuell ein nachhaltiges Kundenvolumen von rund 6,7 Milliarden Euro.

Wie wichtig ist Ihnen ein steigender Frauenanteil bei der Raiffeisenlandesbank OÖ?

Mir liegt viel daran, mehr Diversität in unserer Unternehmenskultur zu verankern. Es geht dabei um die Vielfalt in der Gesellschaft und wie wir diese im Unternehmen abbilden können. Das meint also mehr als das biologische Geschlecht, sondern ebenso Alter, ethnische Herkunft, Religion, Weltanschauung etc. Studien belegen, dass der wirtschaftliche Erfolg und die Innovationskraft eines Unternehmens gesteigert werden, sofern es gelingt, die Vielfalt in der Belegschaft zu fördern.

Ihr Tipp für Frauen, die Karriere in der Finanzbranche machen möchten?

Frauen haben häufig eine sehr kritische Haltung sich selbst und ihrer Arbeit gegenüber. Daher rate ich ihnen: Traut euch, bringt euch ein! Legt den eigenen Perfektionismus etwas zur Seite und habt Mut, neue Herausforderungen anzunehmen. Daneben braucht es als Basis für berufliche Erfolge eine gute und fundierte Ausbildung, selbstständiges Arbeiten sowie die Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen und zu verantworten. 

Foto: RLB OÖ/Hermann Wakolbinger

Gutes für den Klimaschutz bewirken und dabei eine solide Rendite erzielen – mit Crowd4Climate (C4C) wird es möglich. ABW sprach mit Geschäftsführerin Verena Riedler.

 

Bitte beschreiben Sie uns kurz das Konzept von Crowd4Climate.
Crowd4Climate (C4C) bietet Privatanlegern über eine Online-Plattform eine einfache Möglichkeit, ihr Geld in Klimaschutzprojekten anzulegen. Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt – Gutes bewirken und eine solide finanzielle Rendite – wird bei C4C durch einen transparenten Auswahlprozess für Klimaschutz-Projekte sichergestellt. 
Rechtlich handelt es sich dabei um qualifizierte Nachrangdarlehen nach dem Alternativfinanzierungsgesetz. 

Seit September 2023 sind Sie in der Geschäftsführung bei Crowd4Climate – was schätzen Sie besonders an dieser Tätigkeit?
Meine Vision ist ein gutes Leben für alle auf einem gesunden Planeten. Das klingt zunächst sehr allgemein - für Crowd4Climate (C4C) kann ich Projekte auswählen und über unsere Plattform anbieten, die ganz konkret daran arbeiten. Diese Projekte machen uns in jeglicher Hinsicht reicher: mit ökologischer, sozialer und finanzieller Rendite. Damit wollen wir klare Standards am Investmentmarkt setzen. 

Mit welchen spezifischen Herausforderungen sehen Sie sich konfrontiert?
„Über Geld spricht man nicht“ ist in Österreich immer noch eine verbreitete Haltung. Das wollen wir ändern! Besonders spannend finden wir die Frage: Was bewirkt mein Geld? Passt das zu meinen persönlichen Werten? Wir alle können dafür Verantwortung übernehmen, was unser Geld bewirkt. Dies beginnt damit, genau hinzuschauen und nachzufragen, was sich hinter einem wohlklingenden Label tatsächlich verbirgt. Greenwashing ist nicht nur bei Konsumprodukten ein großes Thema, auch im Finanzbereich muss man sich vor Mogelpackungen in Acht nehmen. Da die Anleger über unsere Plattform direkt in einzelne Unternehmen investieren, können wir hier ein sehr hohes Maß an Transparenz bieten und legen zudem Ziele und Wirkung der einzelnen Projekte offen. 

Bemerken Sie Veränderungen bei den Kundenbedürfnissen wenn es um Geldanlage geht?
Wir sehen ganz klar eine gesteigerte Nachfrage bei nachhaltiger Geldanlage. Allerdings muss man auch hier sehr genau hinsehen und das „Kleingedruckte“ lesen, um sicherzugehen, dass sich z.B. in einem als „grün“ gekennzeichneten Fonds wirklich nur Unternehmen befinden, die den eigenen Vorstellungen von Nachhaltigkeit entsprechen. Hier wird mehr Information gewünscht. 

Welche Erwartungen und Ziele haben Sie für das heurige Jahr?
Wir wollen 2024 auf drei Ebenen aktiv werden: Investieren - Informieren - Inspirieren. Finanzieren: Im Bereich Investieren können wir unserer wachsenden Community eine Vielzahl an Projekten mit ökologischer, sozialer und finanzieller Rendite anbieten.

Die Messung dieser Wirkungen werden wir nächstes Jahr auf neue Beine stellen und so für noch mehr Nachvollziehbarkeit sorgen. Informieren: Zudem werden wir unser Informations-Angebot stark ausweiten, z.B. in Form leicht verständlicher Webinare zu nachhaltiger und regenerativer Geldanlage, um das Wissen zu verbreiten, wie wir heute schon in Morgen investieren können. Inspirieren: Letztlich wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit stärker auf das Thema gute Geldanlage lenken.  

Ihr Tipp für Frauen, die im Finanzbereich Karriere machen möchten?
Transparenz schaffen - Transparenz bieten - Transparenz einfordern
Die Kunden honorieren das - und die Organisationen brauchen mehr Transparenz, um sich weiter zu entwickeln.

Foto: Monika Fellner

Seit mehr als einem Jahr ist sie im Vorstand der bank99 und blickt auf sehr erfolgreiche Monate zurück.

 

Das Geschäftsjahr 2023 war für Patricia Kasandziev herausfordernd, abwechslungsreich und positiv. Während sich andere Banken aus vielen Regionen zurückziehen, ist es das Ziel der bank99, weiterhin flächendeckend in ganz Österreich vertreten zu sein.

„Wo andere gehen, bleiben wir! Post und Bank unter einem Dach bringt Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden - und das ganz in ihrer Nähe. Unsere mehr als 1.700 Filialen decken die unterschiedlichsten Kundenbedürfnisse ab. So bieten wir unseren Kundinnen und Kunden nicht nur modernes Online-Banking, sondern sind auch flächendeckend persönlich vor Ort für sie da. Wir sind die Bank, die sich zum Ziel gesetzt hat, ihre Kunden zu verstehen. Diesen Anspruch haben wir auch im Claim der bank99 (Anm.: „Versteht dich von selbst“) verankert. Darunter verstehen wir einfache und leicht verständliche Produkte mit konkretem Mehrwert für unsere Kunden. Unsere Produkte differenzieren sich auch durch sehr attraktive Konditionen und die Möglichkeit, Giro- und Sparkonten sowohl digital als auch persönlich in rund 360 Postfilialen abzuschließen“, so die Managerin.

Automatisierung auf dem Vormarsch
Das Thema „Künstliche Intelligenz“ ist auch im Bankensektor allgegenwärtig. Die bank99 baut deshalb den Einsatz von fortgeschrittenen Risikomodellen (KI, ökonometrisch) aus und setzt verstärkt auf Echtzeitdaten, sowohl für Kreditrisiken als auch zunehmend für die Erkennung und Prävention von Betrugsfällen. ESG-Daten und -Risiken werden in die Modelle integriert.

„Bei all dem setzen wir auf ein Höchstmaß an Standardisierung und Automatisierung und unterstützen damit die Erweiterung des Produktportfolios und die Omnikanal-Strategie. Ziel ist es, 80 Prozent der Geschäftsfälle automatisiert und ohne manuelle Eingriffe abzuwickeln. Dies umfasst die automatisierte Antragsprüfung sowie die Abwicklung der entsprechenden Aufträge im Passiv- und Aktivbereich. Dazu gehört auch die weitgehend automatisierte Prüfung der gesetzlichen Anforderungen in den Bereichen KYC/Fraud, wodurch die damit verbundenen kundenrelevanten Prozesse deutlich an Effizienz und Qualität gewinnen“, so Kasandziev.

Gelungene Vereinigung der Kundendaten
Ein Meilenstein wurde im Frühjahr 2023 mit der technischen Anbindung der ehemaligen rein digitalen ING-Kunden an das Bankschaltersystem der bank99 erreicht. Damit haben nun über 100.000 ehemalige Direktbankkunden die Möglichkeit, Schalterdienstleistungen zu nutzen. Ein Service, der sehr gut angenommen wird und zeigt, dass auch digital affine Kunden den Bankschalter schätzen und stark nachfragen. Das abgelaufene Geschäftsjahr stand auch ganz im Zeichen der erfolgreichen Integration des Privatkundengeschäfts der ING Österreich in das Produktportfolio der bank99 sowie der Entkoppelung von der ING Deutschland.

Sparprodukte boomen
Die Nachfrage nach Sparprodukten, ob variabel und täglich verfügbar oder fix verzinst und gebunden, ist derzeit groß. „Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden Top-Konditionen für fixes und flexibles Sparen. fixsparen99 bietet einen attraktiven, fix garantierten Zinssatz über eine bestimmte Laufzeit. Die Laufzeit beträgt sechs oder zwölf Monate, die Mindesteinlage wurde gesenkt und beträgt nun EUR 5.000. Bei flexsparen99, das im Sommer 2023 eingeführt wurde, gibt es keine Mindesteinlage und die Kunden müssen sich nicht für eine bestimmte Laufzeit entscheiden - das Ersparte ist täglich verfügbar bzw. kann jederzeit ein- und ausgezahlt werden. Das Referenzkonto kann entweder ein Girokonto bei der bank99 oder bei einer Fremdbank sein“, so die Vorstandsvorsitzende, die die bank99 als Omnikanal-Bank mit einem sehr attraktiven Online-Angebot einerseits und dem größten stationären Filialnetz Österreichs andererseits sieht.

Dazu zählen knapp 1.350 Post Partner, die sich auf Schaltergeschäfte spezialisiert haben, sowie rund 360 Postfilialen. „Dort haben die Kundinnen und Kunden neben dem Schaltergeschäft auch die Möglichkeit, Giro- und Sparkonten direkt zu eröffnen. Ergänzt wird unser Beratungsangebot durch unsere mobilen Bankberaterinnen und Bankberater, die unseren Kundinnen und Kunden bei Finanzierungen und allen anderen Anliegen mit persönlicher Beratung zur Seite stehen. Wir haben das passende Angebot für individuelle Lebenssituationen und Bedürfnisse sowie für alle Zielgruppen, von sehr digital-affinen Menschen bis hin zu Menschen, die den persönlichen Kontakt bevorzugen.“  

Im Geschäftsjahr 2024 ist die abschließende Harmonisierung der IT-Systeme geplant, die für eine erfolgreiche Umsetzung entsprechende Einmalaufwendungen erfordert. Bereinigt um diese Einmalaufwendungen wird die bank99 im Jahr 2024 operativ die Gewinnschwelle erreichen. Mit dem Wegfall der Einmalaufwendungen aus der IT-Konsolidierung im Geschäftsjahr 2025 wird ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im einstelligen Millionenbereich erwartet und spiegelt somit den erfolgreichen Wachstumskurs der bank99 wider.

Abgesichert für den Krisenfall
Im Falle einer länger anhaltenden und sich verschärfenden Rezession, insbesondere bei steigender Arbeitslosigkeit, wäre auch bei der bank99 mit höheren Ausfällen, insbesondere im Konsumentenkreditbereich, zu rechnen, wofür derzeit jedoch bereits ein Risikovorsorgepuffer gebildet wurde. Darüber hinaus würde ein starkes Absinken des Zinsniveaus potenziell zu einem geringeren Zinsüberschuss führen.

Darüber hinaus spielen auch Klimarisiken in der bank99 eine relevante Rolle. Sie sind als integraler Bestandteil in der Risikostrategie der bank99 verankert und werden entsprechend dem FMA-Leitfaden zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken nicht als eigene Risikoart bewertet, sondern im Rahmen des operationellen Risikos sowie des Kreditrisikos behandelt. Der geschäftspolitische Schwerpunkt der bank99 liegt im Privatkundengeschäft. Hier sind insbesondere Wohnungsbaukredite bzw. die finanzierten Immobilien potenziell von physischen und transitorischen Klimarisiken betroffen.

Aufgrund der konservativen Vergabestandards und der hohen Überbesicherung im Wohnbaukreditportfolio haben die regelmäßig durchgeführten Klimastresstests bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf die erwarteten und unerwarteten Verluste gezeigt. „Da unser Kreditportfolio zum überwiegenden Teil aus Fixzinskrediten besteht, spüren wir hier kaum Reaktionen unserer Kunden bezüglich der Leistbarkeit der Kredite aufgrund der gestiegenen Zinsen“, so die Finanzexpertin. Auf die Frage, was für sie persönlich der prägendste Moment des Jahres war, antwortet Patricia Kasandziev: „Am meisten wird mir wohl die Jahresauftaktveranstaltung 2023 in Erinnerung bleiben. Es war das erste Mal seit meinem Start bei der bank99, dass alle Kolleginnen und Kollegen physisch an einem Ort versammelt waren. Dabei wurden sowohl die kurzfristigen Ziele als auch die mittel- und langfristige Strategie vorgestellt und es war sehr motivierend zu sehen, wie viel positive Energie in der bank99 steckt.

Foto: Klaus Vyhnalek

Die Vorstandsvorsitzende der BKS Bank spricht im ABW-Interview über aktuelle Herausforderungen, neue Produkte und Nachhaltigkeitsstrategien.

                                                    

Wie würden Sie das vergangene Geschäftsjahr in drei Worten beschreiben?

Herausfordernd, aber erfolgreich und sehr dynamisch.

Welche großen Entwicklungen oder Trends haben die Bankenbranche in diesem Jahr geprägt?

Banken übernehmen eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Transformation. Die Umsetzung der Vorgaben aus dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums haben zum Ziel, Kapitalflüsse verstärkt in zukunftsorientierteProjekte zu lenken. Ein Mammutprojekt, das von Banken und Unternehmen Enormes abverlangt und ein hohes Maß an Verantwortung überträgt. Allen voran die Analyse und Quantifizierung von ESG-Risiken, welche imKreditvergabeprozess berücksichtigt werden müssen.

Parallel dazu ist die Nachfrage nach nachhaltigen Bankprodukten deutlich gestiegen und das Angebot ebenso. Eine durchwegs erfreuliche und positive Entwicklung, die wir mit unserem umfangreichen Angebot an nachhaltigen Produkten, wie z.B. unserem Natur & Zukunft-Konto sowie der BKS Portfolio-Strategie nachhaltig1, mittragen.

Welche spezifischen Herausforderungen sind im letzten Jahr aufgetreten und wie haben Sie diese gemeistert?

Die nach wie vor hohen Inflationsraten sorgten für Zurückhaltung bei Konsumenten und Unternehmen. Parallel dazu verursachte die Anhebung der Zinsen einen Rückgang im Kreditgeschäft. Wir konnten diese Entwicklung durch unsere starke Kundennähe und unsere vorausschauende Geschäftspolitik sehr gut kompensieren. Fordernd waren auch die geopolitischen Verwerfungen, die vor allem die Stimmung auf den Kapitalmärkten trübten. Durch den Zinsanstieg habenaber Spar- und Einlagenprodukte so- wie Anleihen an Attraktivität gewonnen. Das Produktangebot musste vor diesem Hintergrund neu ausgerichtet werden.

Gab es bedeutende Innovationen oder Dienstleistungsangebote, die Ihre Bank in diesem Jahr eingeführt hat?

Seit dem zweiten Quartal 2023 sind wir mit einer Leasinggesellschaft in Serbien vertreten und freuen uns über den erfolgreichen Markteintritt. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie und zeigt, dass unsere nachhaltige Geschäftsphilosophie sowohl im In- als auch im Ausland gefragt ist.

Dem gestiegenen Verantwortungsbewusstsein unserer Kunden gerecht werden konnten wir mit zwei weiteren GreenBonds2 und einen Sustainability Bond2, die heuer erfolgreich emittiert wurden. Mit deren Emissionserlösen wurden einBiomassekraftwerk eines Kärntner Unternehmens sowie ein Gesundheitszentrum in St. Pölten finanziert. Auch im Bereichder Digitalisierung haben wir einen Reihe von Neuerungen gelauncht und so unsere Innovationsstärke unter Beweisgestellt.

Welche Maßnahmen hat die BKS ergriffen, um sozialer und ökologischer Verantwortung gerecht zu werden?

Das gesamte Strategiegebäude der BKS Bank baut seit über 20 Jahren auf Nachhaltigkeit und Qualität. Wir zählen unter anderem zu den Gründungsmitgliedern der Green Finance Alliance und haben uns verpflichtet, unser Kredit- und Investmentportfolio bis 2040 klimaneutral auszurichten. Dar- über hinaus haben wir unsere vielfältigen ESG-Aktivitäten in allen Unternehmensbereichen implementiert – vor allem in unserem Kerngeschäft und unserem Produktangebot.

Besonders stolz sind wir über die Entwicklung unseres Natur & Zukunft- Kontos, das die Aufforstung heimischer Schutzwälder unterstützt. Wir konnten nicht nur die Abschlussquote des Natur & Zukunft-Kontos in den letzten Monaten verdreifachen, sondern haben für diese Produktinnovation mit hohem Impact auch das Österreichische Umweltzeichen3erhalten. Ein weiteres nachhaltiges Konto, das soziale Aspekte bedienen wird, wird voraussichtlich noch bis Ende des Jahres gelauncht.

Erst vor wenigen Wochen haben wir zwei neue nachhaltige Kreditangebote gelauncht. Mit dem Energie- und Zukunft-Kredit werden Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, die Umstellung des Heizsystems sowie Technologien für Energieeffizienz realisiert. Mit unserem neuen Bildungs- und Zukunft- Kredit werden Aus- und Weiterbildungenfinanziert. In sozialen Belangen pflegen wir langjährige und verlässliche Partnerschaften zu zahlreichen Non-ProfitOrganisationen wie z.B. der Caritas, SOS-Kinderdorf oder Kärntner in Not und unterstützen anlassbezogen auch mit Spendenaktionen, wie in diesem Sommer für Unwetteropfer in Slowenien, Steiermark und Kärnten.

Großen Wert legen wir auch auf die Vermeidung von Altersdiskriminierung. Unser Filialnetz blieb im abgelaufenen Jahr trotz wesentlicher Fortschritte im Bereich der Digitalisierung unverändert. Ältere Kunden, welche die rasante digitale Transformation überfordert, zollen uns dafür Respekt und Anerkennung.

Welche technologischen Neuerungen oder Plattformen hat Ihre Bank in diesem Jahr eingeführt oder geplant?

Wir haben für unsere Privatkunden einen Finanzplaner entwickelt, der einen optimalen Überblick über Einnahmen, Ausgaben und Ersparnisse liefert und über die BKS App abrufbar ist. Eine übersichtliche Grafik zeigt unseren Kunden, wofür sie wie viel ausgegeben haben und welche Einnahmen sie hatten. Die Ausgaben werden in Kategorien zusammengefasst, die vom Kunden individuell erweitert und geändert werden können. Möglich ist auch ein schneller Monatsvergleich der Ein- und Ausgaben.

Der Finanzplaner ist aber nur eines von mehreren Projekten, die in den vergangenen Monaten abgeschlossen wurden. Unter anderem können die Zahlungsverkehrskonten anderer Banken in die BKS Bank-App eingebunden werden. An weiterenDigitalisierungsschritten wird bereits gearbeitet – wie beispielsweise an der Online-Depoteröffnung und derWertpapierorder in der BKS App. Auch die Digitalisierung des Firmenkreditprozesses kommt gut voran. Firmenkunden wird damit die Möglichkeit geboten, schnell und unkompliziert ein unverbindliches Angebot einzuholen.

Welche Erwartungen haben Sie für das kommende Jahr und welche Ziele hat sich die BKS gesetzt?

Wir wollen unserer Vorreiterrolle als Nachhaltigkeitspionier in Österreich halten und weiter ausbauen – durch weitere Produktinnovationen, umfassende und bedürfnisorientierte Beratungsleistungen sowie die aktive Begleitung unsererFirmenkunden auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. Verstärkt in den Fokus rücken wollen wir auch unser Private Banking, das seit über zehn Jahren ausgezeichnete Arbeit leistet. Hier werden wir unsere Ambitionen deutlich erhöhen und substanziell wachsen.

Wie bereitet sich Ihre Bank auf potenzielle zukünftige Herausforderungen, wie beispielsweise Rezession oder regulatorische Änderungen, vor?

Wir sind gut vorbereitet. Unsere überlegte Geschäftspolitik hat uns schon durch viele herausfordernde Dekaden der letzten hundert Jahre geführt. Denn unumstritten werden die nächsten Monate herausfordernd bleiben. Auch wenn wir bis dato noch keine wesentlichen Kreditausfälle verzeichnen mussten, müssen wir doch mit der einen oder anderen Insolvenz in den nächsten Monaten rechnen, insbesondere im Immobiliensektor. Auf die regulatorischen Änderungen im Zuge des EU-Aktionsplan bereiten wir uns intensiv vor, genauso wie auf Basel IV, CEOSP oder DORA.

Was war für Sie persönlich der prägendste Moment im heurigen Jahr?

Besonders gefreut haben mich die zahlreichen Auszeichnungen, die wir als BKS Bank in diesem Jahr entgegennehmendurften. Unter anderem wurden wir zum dritten Mal in Folge mit dem Nachhaltigkeitspreis der Wiener Börse ausgezeichnet und zum zweiten Mal in Folge mit dem ASRA für unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sehr gefreut hat mich auch unsere jüngste Auszeichnung: Wir haben in Berlin den Umweltmanagementpreis als eines von fünf Unternehmen in Deutschland und Österreich in der Kategorie „Beste Strategie zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung“entgegengenommen.

Wichtig war auch, dass sämtliche Rechtsverfahren, die die UniCredit Bank Austria gegen uns angestrebt hat, zu unseren Gunsten ausgegangen sind.

Foto: Gernot Gleiss

 

Disclaimer:

1Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die Angaben auf dieser Webseite dienen lediglich der unverbindlichen Information der Kunden und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren, sowie die umfassende Risikoaufklärung – jedes Wertpapierprodukt hat ein unterschiedliches Risikoniveau. Es handelt sich weder um ein Angebot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Veranlagungen bzw. (Bank-)Produkte, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Weitere Informationen sind in den Geschäftsstellen der BKS Bank AG, St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt erhältlich.

2Green Bonds unterliegen nicht der Einlagensicherung. Die Rückzahlung der Anleihe sowie die Zinszahlungen sind von der Zahlungsfähigkeit (Bonität) der BKS Bank abhängig. Zudem können Anleger dem Risiko einer Gläubigerbeteiligung („Bail-In“) ausgesetzt sein. Ein Ausfall der Emittentin oder Gläubigerbeteiligung kann einen (Total-)Verlust des eingesetzten Kapitals oder der Zinsen zur Folge haben. Weitere Informationen zur Bankenabwicklung und Gläubigerbeteiligung sowie zur Unterscheidung zwischen Anleihen und Bankeinlagen finden Sie unter unter Mifid II - BKS Bank.

3Das Österreichische Umweltzeichen wurde vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus für „BKS Portfolio-Strategie nachhaltig“ verliehen, weil bei der Auswahl von Investmentfonds nebenwirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien beachtet werden. Das Umweltzeichen gewährleistet, dass diese Kriterien und deren Umsetzung geeignet sind, entsprechende Investmentfonds auszuwählen. Dieswurde von unabhängiger Stelle geprüft. Die Auszeichnung mit dem Österreichische Umweltzeichen lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung des Investments zu.

Vor etwas mehr als einem Jahr haben Sophie Thurner und Julia Kruslin ihre App beatvest, eine anfängerfreundliche Investment-Plattform für Börsenneulinge, gestartet. Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte.

 

Ihre App ist seit mehr als einem Jahr auf dem Markt – wie zufrieden sind Sie mit der Nachfrage?

Wir sind überwältigt von der Nachfrage für unsere App. Unsere Download-Zahlen sind sehr zufriedenstellend, was uns vor allem eines zeigt: finanzielle Bildung ist gefragter, als je zuvor! Das Thema ist in österreichischen und deutschen Bildungseinheiten wie Schulen kaum vertreten, weshalb sich viele eine strukturierte und leicht verständliche Anleitung zum langfristigen Vermögensaufbau wünschen. beatvest bietet genau das. 

Welche Probleme und Chancen sehen Sie aktuell im Bereich des Vermögensmanagements?

Das größte Problem für den privaten Vermögensaufbau ist zweifelsohne das fehlende Finanzwissen. Dieses ist in Österreich und Deutschland leider Mangelware. Wichtige finanzielle und ökonomische Grundlagen sind einfach nicht im Schulsystem verankert. Selbst in breitenwirksamen Wirtschaftsstudiengängen ist das Thema unterrepräsentiert. Wir sehen, dass viele unserer Nutzer beispielsweise einen BWL-Hintergrund haben, aber nicht wissen, wie man am Kapitalmarkt investiert. Wenn es nicht einmal die Bevölkerungsgruppe weiß, welche prädestiniert dafür ist, dann ist es für den Rest fast hoffnungslos. Fakt ist, dass der bisher häufigste Weg zu finanzieller Bildung und Interaktion mit Finanzen über die Eltern führt, doch über diesen Luxus verfügen vorwiegend wohlhabende Haushalte. Die zuvor angesprochenen Ungleichheiten potenzieren sich so zusehends. 

Welche Strategien würden Sie Frauen empfehlen, die in die Geldanlage einsteigen möchten?

Grundsätzlich funktioniert langfristiger Vermögensaufbau für alle gleich. Jedoch kann man sagen, dass Frauen einen gewissen Startnachteil im Vergleich zu Männern haben. Denn einerseits besteht in Österreich immer noch ein Gender Pay Gap von 18,8%, womit wir EU-weit (fast) die traurigen Spitzenreiter sind.  Das führt dazu, dass Frauen weniger Geld zum Investieren zur Verfügung haben. Andererseits ist es umso wichtiger, dass genau Frauen mit dem Investieren anfangen, da sie im Durchschnitt ⅓ weniger Rente bekommen als Männer. Deshalb müssen sie anderweitig Vermögen aufbauen, um nicht in Altersarmut zu enden.  Um mit dem Investieren zu starten, müssen Anfänger eigentlich nur zwei goldene Regeln beachten: 1. Langfristiger Anlagehorizont und 2. Diversifikation. Wir predigen immer, dass gerade Kapitalmarkt-Neulinge sich von kurz- oder mittelfristigen Wertschwankungen ihrer Investitionen nicht verunsichern lassen sollten. Solange das Portfolio ausreichend diversifiziert ist, bewegt es sich langfristig gesehen nach oben. 

Gibt es bestimmte finanzielle Themen oder Anlageprodukte, von denen Sie glauben, dass sie derzeit besonders vorteilhaft sein könnten?

Bei beatvest setzen wir stark auf Exchange Traded Funds (ETFs). Bei diesen wird automatisiert in alle Unternehmen investiert, die gewisse Kriterien erfüllen. Das können zum Beispiel die 20 größten Unternehmen der Wiener Börse sein, oder auch eine Liste an Unternehmen, die besonders divers oder nachhaltig handeln. Der Vorteil an ETFs ist, dass sie sich besonders gut für Anfänger eignen, da sie einfache, automatisierte Investments ermöglichen, die breit gestreut sind und auch von der Kostenstruktur günstiger sind, als ein klassischer Fonds. Das kommt den Interessen der jungen Investierenden von heute entgegen: Studien zeigen, dass diese vor allem langfristig und günstig für die Pension oder größere finanzielle Ziele investieren wollen. 

Wie sehen Sie die Zukunft der Frauen in der Geldanlage und wie können sie auf diese Zukunft vorbereitet werden?

Hoffentlich sehr positiv! Je mehr Frauen in den Finanzbereich vordringen, desto gerechter wird unsere Gesellschaft und unsere Finanzwelt werden. Bis dahin haben wir allerdings noch einen weiten Weg vor uns. In ganz Europa haben nur rund 2% der Unternehmen im Bereich der Finanztechnologie rein weibliche Gründungsteams. Für den Moment sind wir bei beatvest also noch eine Ausnahme, was sich aber hoffentlich bald ändert! Bei beatvest achten wir zudem besonders auf die nötige Diversität, um Frauen und Männer gleich anzusprechen. Das zahlt sich aus: Wir haben in der beatvest-App ziemlich genau gleich viele weibliche, wie männliche Nutzer.

Wann erwachte Ihr Interesse für Vermögensaufbau?

Da haben wir innerhalb des Gründungsteams sehr unterschiedliche Geschichten. Während Sophie Thurner sich schon immer für das Thema Börse interessierte und ihr erstes Investment mit 18 Jahren machte, wurde Julia Kruslin mit dem Thema eher zwangsbeglückt. Wie die meisten unserer Nutzer wurde sich Julia nach ihrem Studium bewusst, dass sie sich mit dem Thema auseinandersetzen sollte, war aber trotz BWL-Studium zunächst überfordert. Wie vorhin erwähnt, ist das Thema „Altersvorsorge und Finanzen” in Österreich unterrepräsentiert. Tatsächlich ist uns die Idee für beatvest genau aufgrund dieses Wissens-Unterschieds gekommen. 

Ab welchem Alter ist es sinnvoll, sich ein Depot für die Altersvorsorge aufzubauen?

Die Faustregel für diese Frage lautet: je früher, desto besser. Gott sei Dank ist es heute möglich, ab sehr geringen Beträgen zu investieren. Der Zinseszinseffekt sorgt dann dafür, dass sich das Investierte exponentiell vermehrt. Wer diesen beeindruckenden Effekt gerne selbst ausprobieren und grafisch darstellen möchte, kann diverse Zinseszins-Rechner online finden, unter anderem von beatvest. Wer das Rechenbeispiel ausprobiert, wird merken, dass der klassische Bausparer ausgedient hat. Ein Beispiel: Freunde und Familie heißen, wie durchaus üblich, den neu auf die Welt gekommenen Nachwuchs mit Geldgeschenken willkommen. Investieren die Eltern dieses Geld – sagen wir insgesamt 500€ – mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 7%, bis das Kind 18 Jahre alt ist, kommen dadurch beachtliche 1.690€ zusammen. Wird das Geld dann bis zur Pension des Kindes nicht angerührt, werden am Ende rund 40.600€ auf den Nachwuchs warten, sofern die sehr realistische jährliche Rendite von 7% bestehen bleibt. Mit zusätzlichen kleinen monatlichen Beträgen kann dieser Effekt nochmals verstärkt werden. Wir meinen es also ernst, wenn wir sagen „so früh, wie möglich”.  

Welche Zielgruppe möchten Sie erreichen?

Unser Ziel ist es, die nötige finanzielle Bildung für wirklich alle anzubieten. Das beinhaltet, wie schon gesagt, einen bewussten Fokus darauf, nicht nur ein Geschlecht anzusprechen. Frauen lernen etwa öfter über Männer – ein Effekt, von dem wir profitieren, um so vielen Menschen und Frauen wie möglich den einfachen Zugang zum langfristigen Vermögensaufbau näherzubringen. Zudem sprechen wir durch unseren Ansatz natürlich hauptsächlich Anfänger an, aber auch jene, die bereits erste Erfahrungen mit dem Investieren gemacht haben und ihr Wissen aber erweitern oder auffrischen wollen. Für den Moment sind wir in Österreich und Deutschland vertreten, das ist aber nur der Anfang! 

Foto: David Burger

Sie ist Projekt- und Finanzmanagerin in einer von Männern dominierten Branche: Dem freiwilligen CO2-Markt. Ein ABW-Interview mit Manuela Bachlechner, CFO des Social Impact Unternehmens HELIOZ.

 

Wie unterscheidet sich der freiwillige CO2-Markt vom regulierten Emissionshandelssystemen? 

Der freiwillige CO2-Markt ist im Gegensatz zum europäischen Emissionshandel, wie schon im Namen steckt, freiwillig. Im Emissionshandelssystem können Unternehmen ihre gesetzlich zugeteilten und damit verpflichtenden Emissionserlaubnisse ver- oder einkaufen. Stößt ein Unternehmen also mehr aus als sein gesetzlich Kontingent erlaubt, kann es von einem anderen Unternehmen das weniger als erlaubt ausgestoßen hat, verfügbare Emissionserlaubnis abkaufen. 

Der freiwillige Kompensationsmarkt beruht auf Projekten weltweit, die Emissionen vermeiden, einsparen oder einfangen und ohne die Finanzierung aus der freiwilligen Kompensation nicht stattfinden könnten. Firmen können so ihren CO2 Ausstoß der nicht vermieden oder reduziert werden konnte mit freiwilligen CO2-Zertifikaten ausgleichen. 

Welche Arten von Projekten generieren im Allgemeinen Emissionsgutschriften, die auf dem freiwilligen Markt verkauft werden können? 

Grob eingeteilt gibt es hier zwei Arten von Klimaprojekten, aus denen Zertifikate generiert werden: Jene die Emissionen vermeiden oder verringern und jene die bestehendes CO2 aus der Atmosphäre „einsammeln“. Für beide Arten gibt es eine Vielfalt an Technologien und Methoden, die eingesetzt werden wie z.B. effiziente Kochöfen für rurale Communities die inneffizient Feuerholz verbrennen oder Anlagen die CO2 aus der Atmosphäre binden. 

HELIOZ gehört zur ersten Art, indem wir die gängige Methode des Abkochens von Wasser für sicheres Trinkwasser durch Solare Wasserdesinfektion ersetzen, wodurch kein Holz oder anderer Brennstoff mehr verbrannt und weniger CO2 freigesetzt wird. 

Wie werden diese Projekte überprüft und wie wird sichergestellt, dass sie tatsächlich zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen? 

Wichtig ist tatsächlich, beim Kauf von CO2 Zertifikaten auf den Standard bzw. den Zertifizierer der Zertifikate zu achten. Die Qualität und Sicherheit, dass Zertifikate aus Projekten tatsächlich die behauptete Einsparung erzielt haben, ist nur gegeben, wenn diese von internationalen anerkannten Zertifizierungsstellen bestätigt und überprüft wurden. Weiters kann ein vertrauensvoller Projektentwickler auch eigene Erhebungen, Reportings und Zahlen aus seinen Projekten vorweisen. 

Wer sind die typischen Käufer auf dem freiwilligen CO2-Markt und was sind ihre Motivationen für den Kauf von Emissionsgutschriften? 

Die gängigste Motivation für Unternehmen aber auch Einzelpersonen für freiwillige CO2 Kompensation ist natürlich ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, sei es der Abdruck einer Produktion oder die Flugreise in den Urlaub. Wir sehen als typischen Käufer vor allem Unternehmen die entweder intrinsische Motivation haben, ihren Einfluss auf den Klimawandel so gering wie möglich zu halten oder auch Unternehmen, die von ihren Kunden stetig wachsenden Druck spüren, sich mehr für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen. 

Was sind die Vorteile für Unternehmen oder Einzelpersonen, die sich am freiwilligen CO2-Markt beteiligen? 

Der Erwerb von freiwilliger und hochwertiger CO2 Kompensation bringt vor allem das Wissen, tatsächlich einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels geleistet zu haben. Unternehmen können darüber hinaus oft Projekte in Lieferketten-relevanten Regionen unterstützen. Zusätzliches soziales Engagement in diesen Regionen ist ein wichtiger Weg für Unternehmen auch entlang ihrer Lieferkette etwas zurückzugeben. 

Gibt es Bedenken oder Kritikpunkte bezüglich des freiwilligen CO2-Marktes? Wie kann diesen begegnet werden? 

Der freiwillige CO2 Markt ist bis dato ein nicht reglementierter Markt, in dem so wie auf vielen anderen Märkten viel Gutes getan wird aber leider einige Mitspieler eine reine Einkommenschance sehen. Hochwertige CO2 Zertifikate müssen ganz klare Prinzipien, wie etwas „Zusätzlichkeit“, Transparenz über Herkunft, keine Doppelzählung und viele weitere, entsprechen. Wir raten allen Interessenten von freiwilligen Zertifikaten, sich über gängige Methoden und Prinzipien zu informieren, um eine fundierte Kaufentscheidung treffen zu können und so auch einfach „gut“ von „schlecht“, bzw. „wirksam“ und „wenig-wirksam“ zu unterscheiden. 

Wie sehen Sie die Zukunft des freiwilligen CO2-Marktes, insbesondere im Hinblick auf internationale Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels? 

Tatsächlich ist der freiwillige CO2 Markt ein wichtiges Finanzierungstool für Klimaprojekte die zur globalen Bemühung der Emissionseinsparung aber auch der Erreichung der Sustainable Development Goals der UN beitragen – wenn er mit Integrität und Transparenz betrieben wird. Ich denke es ist ein wichtiger Schritt das dieser Markt nun auch öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, um ein breiteres Verständnis zu erreichen, was ein freiwilliges CO2 Zertifikat tatsächlich kann und wo es herkommt. Mit diesem Momentum kann sich dieser Markt sicher weiterentwickeln und sein volles Potential zeigen – weg von einer zum größten Teil als Marketingtool für Unternehmen gesehenen „klimaneutral“ Maschinerie hin zu einem Markt, auf dem Unternehmen und Einzelpersonen einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und anderer sozialer Problemstellungen leisten können. 

Gibt es bestimmte Standards oder Zertifizierungen, die sicherstellen, dass die Gutschriften auf dem freiwilligen CO2-Markt zu tatsächlichen Emissionsreduktionen führen? 

Gängige Zertifizierungsstellen die gleichzeitig auch die gängigsten Register für solche Projekte sind, sind im Moment „Gold Standard“ oder „VERRA“, wobei auch VERRA in letzter Zeit einiges an negativer Aufmerksamkeit für bestimmte Projekte auf sich gezogen hat.
HELIOZ Projekte sind Gold Standard verifiziert. Hier können wir also mit Sicherheit sagen, dass es einen langen Prozess von Projektplanung und Evaluierung gibt, um im Register zugelassen zu werden. Weiters werden regelmäßige Projektbesuchen von externen Auditoren in die Projekte durchgeführt, um zu überprüfen, dass alle Projektaktivitäten auch tatsächlich so stattfinden und eine Emissionsgutschrift ausgestellt werden kann. 

Welche Rolle spielt der freiwillige CO2-Markt in der Gesamtstrategie Ihres Unternehmens zur Emissionsreduktion? 

HELIOZ ist Projektentwickler von Trinkwasser- und Klimaprojekten und generiert aus diesen CO2 Zertifikate für den freiwilligen CO2-Markt. Wir nehmen diese Tätigkeit auch intern sehr ernst und Handeln nach dem gleichen Prinzip, das wir allen unseren Kunden ans Herz legen: Vermeiden – Reduzieren – Kompensieren. 

Foto: Helioz

Die Vorständin der Oesterreichischen Kontrollbank AG über das vergangene Geschäftsjahr, neue Produkte und wie es gelingt, operativ erfolgreich zu bleiben.

 

Die OeKB Gruppe konnte aufgrund der breiten Diversifizierung und dem hohe Engagement der Mitarbeitenden auch im herausfordernden Geschäftsjahr 2022, in dem der Ukraine-Krieg nach der Corona-Krise innerhalb kürzester Zeit einen weiteren tiefgreifenden Umbruch markiert hat, ein operativ zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. „Das Gesamtergebnis war durch Bewertungsverluste leicht rückläufig – die Kursentwicklung auf den Kapitalmärkten ist auch an uns nicht ganz spurlos vorbeigegangen“, sagt Angelika Sommer-Hemetsberger.

Kompetenzerweiterung im Sustainable Finance-Bereich

Auch in der OeKB ist die digitale Transformation von besonderer Bedeutung. Die Potenziale bestehender Wertschöpfungsketten werden gehoben, die Markt- und Kundenzugänge werden kontinuierlich digital ausgebaut. „Wir haben im letzten Jahr das bestehende Cloudkonzept erweitert und eine modulare OeKB private Cloud aufgebaut. Ein weiterer Fokus ist der Ausbau unseres Kompetenzspektrums im Bereich Sustainable Finance. Wir setzten im Geschäftsbereich Export Services schon seit 2019 gezielte Anreize für Investitionen zur Umweltentlastung und haben auch schon drei Nachhaltigkeitsanleihen begeben, deren Emissionserlöse zur Gänze in Umwelt- und Sozialprojekte fließen. Mit dem OeKB > ESG Data Hub haben wir 2022 ein neues Produkt lanciert: Auf dieser zentralen Online-Plattforum können Unternehmen ihre relevanten Nachhaltigkeitsdaten gemäß den regulatorischen und bankenspezifischen Anforderungen einfach und effizient sammeln und managen. Und durch eine strukturierte Übersicht ihrer ESG-Performance erhalten sie damit auch die notwendige Grundlage, um die nächsten Schritte in Richtung Nachhaltigkeit einleiten zu können“, so die Managerin, die – angesprochen auf ihre wichtigsten Herausforderungen – die sich rasch ändernde und zunehmende Regulatorik – darunter beispielweise die Corporate Sustainability Reporting Directive oder auch der Digital Operational Resilience Act – erwähnt.

Diese Bereiche würden einiges an Ressourcen benötigen. Gleichzeitig gelte es, trotzdem effizient zu bleiben und die bestmöglichen Services für die Kunden anzubieten. „Die Anforderungen an die gesamte Organisation nehmen zu und bedeuten einen beträchtlichen zusätzlichen Aufwand. Hier gilt es, am Ball zu bleiben und weiterhin die Effizienz im laufenden Bankbetrieb sicherzustellen“, so Sommer-Hemetsberger. Die Kostensteigerungen durch die hohe Inflation und der vielzitierte Arbeitskräftemangel seien zudem allgemeine Herausforderungen, mit denen auch die OeKB konfrontiert sei. 

Gezielter Einsatz von Digitalisierungslösungen

„Wir profitieren in unserem Arbeitsalltag in vielen Bereichen vom hohen Digitalisierungsgrad innerhalb der OeKB – und es ist dabei ganz zentral, dass wir durch den gezielten Einsatz von Digitalisierungslösungen auch die Services und Dienstleistungen für unsere Kundinnen und Kunden kontinuierlich weiter optimieren können“, betont die Finanzexpertin. Ein Beispiel dafür seien User-Guides auf der Kundenplattform my.oekb.at, die zeitunabhängig genutzt werden können und womit dem IT-Helpdesk noch mehr Zeit für komplexere Anfragen bleibe. Was das Stichwort KI angeht, evaluiere man selbstverständlich laufend neue Lösungen und Trends am Markt, ein konkreter Business Case habe sich bisher aber noch nicht ergeben.

Ambitionierte Nachhaltigkeitsziele

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei der OeKB seit vielen Jahren fest in den Kernprozessen verankert, in der Nachhaltigkeitsstrategie (Bereiche Kerngeschäft, Mitarbeitende und Bankbetrieb) setzt man sich ambitionierte Ziele für die Jahre 2021-2025.

„Neben Nachhaltigkeitsanleihen, deren Erlöse ausschließlich in Umwelt- und Sozialprojekte fließen, setzen wir mit attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten auch gezielte Anreize für Unternehmen, die am Standort Österreich Investitionen zur Umweltentlastung oder zum Umstieg auf Erneuerbare Energien tätigen. Mit dem schon erwähnten OeKB > ESG Data Hub haben wir im August 2022 ein neues Produkt lanciert. Bei unserem sozialen Engagement richten wir den Fokus auf Projekte und Organisationen, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht, und die sich dafür einsetzen, allen Menschen ein würdiges und chancenreiches Leben zu ermöglichen – unabhängig von Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit oder Geschlecht“, sagt die OeKB-Vorständin, die eine klare Definition von Erfolg hat: „Wenn wir es schaffen mit unseren Services einen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden zu generieren, damit deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, und gleichzeitig auch die Erwartungen unserer Shareholder (Eigentümer, Mitarbeitende, Auftraggeber Bund) zu erfüllenAlso eine klassische Win-Win-Situation zu realisieren.“

Sommer-Hemetsbergers Ziel für dieses Jahr: Die OeKB zukunftsfit zu halten und trotz des herausfordernden Marktumfeldes operativ erfolgreich zu bleiben. Dafür sei es auch ganz zentral, für die Mitarbeitenden weiterhin eine attraktive Arbeitgeberin zu bleiben.

Ihr Tipp für Frauen, die beruflich in der Finanzbranche Karriere machen wollen: „Mein Rat bezieht sich nicht nur auf die Finanzbranche, sondern gilt für alle Wirtschaftsbereiche: Es gilt, sich der eigenen Stärken bewusst zu sein, sichtbar zu sein und sich etwas zuzutrauen. Und auch Spaß an der Tätigkeit ist ein zentraler Faktor – was man gerne und mit Leidenschaft macht, macht man in der Regel auch am besten.“

Foto: OeKB / David Sailer

Ein ABW-Gespräch mit der Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und Vorständin der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien über Herausforderungen, Synergien und Innovationen.

 

Seit März sind Sie Geschäftsleiterin der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und Vorständin der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien – bitte beschreiben Sie uns kurz Ihren Tätigkeitsbereich?

In meinen Funktionen bin ich für das gesamte Risikomanagement von Raiffeisen NÖ-Wien zuständig. Mein Vorstandsbereich in der Holding und Bank umfasst neben den Bereichen operatives und strategisches Risikomanagement auch Sanierung, Compliance, Recht und Infrastruktur – also eine sehr vielseitige Tätigkeit. 

Welche Bereiche der Finanzbranche haben sich in den letzten Jahren am stärksten verändert?

Der Anspruch an Banken hat sich grundlegend verändert: Heutzutage ist das Verhalten unserer Kundinnen und Kunden viel digitaler, das zeigt sich an ihren Wünschen und Bedürfnissen. Man muss nur an die eigenen Gewohnheiten denken, man will ja auch selbst orts- und zeitunabhängig seine Finanzen managen, Online-Banking und die Erreichbarkeit über verschiedene Kontaktwege gehören daher längst zu unserem Basis-Service. Die Kundenwünsche gehen heutzutage aber auch viel weiter, sie wollen digital veranlagen oder Kredit erhalten. Die Digitalisierung schreitet somit auch im Banking voran, gleichzeitig ist die persönliche Komponente nach wie vor unverzichtbar – gerade in Zeiten von hoher Inflation, steigenden Zinsen, Rohstoff-Knappheit oder Klimawandel will man einen qualifizierten Ansprechpartner für seine Finanzfragen. 

Speziell was das Thema Nachhaltigkeit und ESG betrifft, hat sich der Beratungsbedarf stark gesteigert, Stichwort Transformation von Geschäftsmodellen. Wir haben uns darauf entsprechend vorbereitet und bieten unseren Kunden zertifizierte Expertinnen und Experten, die Privatpersonen als auch Betriebe begleiten. Das reicht beispielsweise von der Umrüstung auf klimafreundliche Technik bis hin zum Stellen von Förderanträgen.

Was sind die spezifischen Herausforderungen, die Sie in Ihrer Position als Bankmanagerin und Risikoexpertin heute und in Zukunft sehen?

Die Klimakrise ist sicherlich die größte Herausforderung, die wir als Gesellschaft meistern müssen und wo wir als Bank den Unternehmen - insbesondere dem Mittelstand - mit Know-how und Finanzierungen zur Seite stehen. Ohnehin ist ESG ein derart allumfassendes Thema, das uns mit Blick auf EU-Taxonomie und Regulatorik in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen wird. 

Unser Fokus liegt zudem auf selektivem Wachstum. Oftmals wird das Risikomanagement als Verhinderer von Wachstum gesehen, ich sehe uns eher als Unterstützer: Wir müssen etwa den Beraterinnen und Beratern im Vertrieb helfen, Strukturen zu finden, die risikoseitig vertretbar sind, die der Regulatorik entsprechen, aber auch – und das ist ganz wesentlich – die Bedürfnisse unsere Kundinnen und Kunden abdecken. Wir richten unser Handeln auf die absolute Kundenzentrierung aus.

Wie gehen Sie als Managerin mit der zunehmenden Digitalisierung (Stichwort KI) um? Welche Auswirkungen wird diese auf die Branche haben?

Die Digitalisierung ist – wie bereits angesprochen – Grundvoraussetzung, um zukunftsfit zu sein. Im Riskomanagment stellen sich auch viele neue Herausforderungen: Wie kann man Kreditentscheidungen bis zu einer gewissen Größenordnung digitalisieren? Wie kann ich einen Kreditantrag in eine digitalisierte Strecke bringen? All das sind spannende Aufgabenstellungen. Von den Antworten sollen einerseits unsere Kundinnen und Kunden profitieren, anderseits geht es bei der Digitalisierung interner Prozesse vor allem darum, noch effizienter zu werden und manuelle Arbeitsschritte technisch abwickeln zu können.

Wie beurteilen Sie das Beteiligungsportfolio der Raiffeisen-Holding? In welchen Bereichen gibt es Aufholbedarf?

Wir sind in vier Geschäftsfeldern aktiv – Bank, Agrar, Infrastruktur und Medien, durchaus breit aufgestellt also, wenn man an die Wertschöpfungskette denkt. Für mich ist das ein Feinkostladen mit höchst interessanten Beteiligungen, die hervorragend laufen und sehr viel Potenzial haben. Im Sinne des angesprochenen Wachstums ist unser Ziel, das Portfolio aktiv weiterzuentwickeln. Nehmen wir das Beispiel erneuerbare Energien, das ein großes Feld bietet, wo wir noch stärker regional tätig sein können. Und: Wir wollen die Synergien, die sich in den jeweiligen Geschäftsfeldern bieten, besser nutzen. Wir haben uns zum Beispiel gerade erst an einem Food-Tech-start-up beteiligt, Neoh, das bekannt ist für Schokoriegel ohne Zuckerzusatz. Damit zeigen wir uns erstens als Partner des heimischen Unternehmertums und zweitens stehen wir zukunftsstarken Innovationen aufgeschlossen gegenüber. 

Wir unterstützen aber auch im Rahmen von Raiffeisen Unternehmertum unsere Kunden mit Alternativen zu Finanzierungen wie Mezzaninkapital, ermöglichen damit auch Unternehmensnachfolgen, Betriebsübernahmen und mehr Wachstum für Klein- und Mittelbetriebe.

Was sind die wichtigsten Säulen, um als Finanzunternehmen in herausfordernden Zeiten zu bestehen?

Wir sehen derzeit – in Zeiten von Teuerung, Rekordinflation, Energiekrise, Krieg in Europa – wie wichtig Resilienz ist, also rechtzeitig vorzusorgen, um gerüstet zu sein für herausfordernde Zeiten. Raiffeisen NÖ-Wien steht auf stabilen Beinen, mit stabilen Kapitalquoten weit über den gesetzlichen Vorgaben, mit genügend Liquidität. Das ermöglicht es uns, innovativ zu agieren und die Kundenzentrierung weiter voranzutreiben. 

Außerdem bin ich überzeugt, dass man offen für Neues sein muss. Das heißt nicht, jedem Trend nachzujagen, aber Innovation zuzulassen. Unser Anspruch ist es, für die Menschen und die heimische Wirtschaft das Beste herauszuholen, für sie auch in Zukunft ein Problemlöser und starker Partner zu sein. 

Bitte beschreiben Sie uns kurz Ihren Führungsstil und Ihre Arbeitsweise?

Ich bin Optimistin. Jemand, der Veränderungen als Chance sieht, Ideen anhört und auch an eine gemeinsame Umsetzung glaubt. Im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen ist mir ein wertschätzendes Miteinander, ein vertrauensvoller Umgang, Lösungsorientierung und Diskussionen auf Augenhöhe wichtig. Es liegen herausfordernde Zeiten vor uns, ich bin aber überzeugt, dass wir diese erfolgreich und vor allem gemeinsam meistern werden. 

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Im Team zu arbeiten, neue Ideen umzusetzen, sich Ziele zu setzten und diese zu erreichen.

Welchen Rat würden Sie Frauen geben, die in der Finanzbranche Karriere machen wollen?

Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass man seinen Job gerne, mit Leidenschaft macht und authentisch ist. Mir waren beide Dinge immer wichtig. Die Finanzbranche ist natürlich noch sehr männlich, Männer und Frauen sind unterschiedlich – die Frauen sollten nicht versuchen, der bessere Mann zu sein. 

Foto: Eva Kelety

Die Vorstandsvorsitzende der BKS Bank AG über Geldanlage in herausfordernden Zeiten.

 

Welche zentralen Herausforderungen und Chancen sehen Sie aktuell im Bereich des Vermögensmanagements? 

Die hohen Inflationsraten sowie die direkte Verbundenheit des Kapitalmarktes mit geopolitischen Ereignissen stellen Investoren vor Herausforderungen. Wer allerdings einen kühlen Kopf bewahrt, eine gute Strategie verfolgt und das notwendige Know-how besitzt, kann diese gut meistern und auch die Chancen nützen, die der Kapitalmarkt bietet. Beispielsweise sind Anleihen so günstig und attraktiv wie seit 12 Jahren nicht mehr. Wir raten zu einer breit gestreuten Anleihen-Strategie über mehrere Branchen und Emittenten. 

Welche Strategien würden Sie Frauen empfehlen, die in die Geldanlage einsteigen möchten? 

Wir machen bei der Veranlagungsberatung grundsätzlich keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Es werden immer die individuelle Ausgangssituation, die Risikobereitschaft, der Veranlagungszeitraum, die persönlichen Erwartungen und natürlich das vorhandene Kapital analysiert. Darauf aufbauend wird eine individuelle Veranlagungsstrategie erarbeitet. 

Gibt es bestimmte finanzielle Themen oder Anlageprodukte, von denen Sie glauben, dass sie derzeit besonders relevant oder vorteilhaft sein könnten? 

Anleihen sind aktuell wieder besonders attraktiv. Bei diesem Anlageprodukt haben Investoren fixe, planbare Kuponzahlungen, eine im Vorfeld bekannte Laufzeit bis zur Tilgung und im Moment auch sehr attraktive Renditen. Neben Anleihen sind auch Aktien nach den starken Kursrückgängen im letzten Jahr ein attraktives Investment. Bei Aktien sollte, aufgrund ihrer Schwankungsanfälligkeit, ein Veranlagungshorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren angedacht werden. 

Wie kann sichergestellt werden, dass jeder Kunde ein finanzielles Portfolio hat, das auf seine individuellen Bedürfnisse und Ziele zugeschnitten ist? 

Eine Investitionsentscheidung sollte immer auf Basis eines umfangreichen Beratungsprozesses erfolgen. Es ist daher wichtig, sich an Kapitalmarktexperten zu wenden, die die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Veranlagungsmöglichkeiten genau darlegen und eine individuelle Veranlagungsstrategie ausarbeiten. Grundsätzlich sollte der Einstieg in den Kapitalmarkt Schritt für Schritt erfolgen. Sehr beliebt ist z.B. der BKS Anlagemix*, der sich sowohl für konservative Anleger (BKS Anlagemix konservativ mit bis zu 25 % Aktien), als auch für dynamische Anleger (BKS Anlagemix dynamisch mit bis zu 70 % Aktien) eignet. Zudem bieten wir für nachhaltige Investoren auch unsere nachhaltige Variante, BKS Anlagemix nachhaltig* mit bis zu 30 % Aktien, an. Der Vorteil dieser Anlagekonzepte ist, dass sie über verschiedene Anlagesegmente breit investiert sind und zudem über ein aktives Management verfügen. 

Was sind Ihrer Meinung nach die häufigsten Missverständnisse oder Hürden, mit denen Anleger konfrontiert sind, wenn es um Geldanlagen geht? 

Häufige Missverständnisse sind, dass Veranlagung kompliziert ist, nur etwas für Vermögende ist und das Risiko zu hoch ist. Das mag für mache Bereiche des Kapitalmarktes, wie zum Beispiel den Handel einzelner Aktientitel, zutreffen. Wer sich aber mit dem Kapitalmarkt in seiner ganzen Vielfalt auseinandersetzt, dem eröffnen sich Veranlagungsmöglichkeiten mit unterschiedlichsten Chancen und Risiken. Wesentlich ist immer eine breite Diversifikation und eine passende Strategie. 

Wie beurteilen Sie die Bedeutung von Nachhaltigkeit und ESG (Environmental, Social, Governance) Kriterien in der Geldanlage? 

Nachhaltigkeit und Geldanlage gehen bereits seit einiger Zeit Hand in Hand. So werden Zahlungsströme in zukunftsfähige Projekte geleitet. Unternehmen, die nicht nachhaltig agieren, wird der Zugang zum Kapitalmarkt zukünftig erschwert. Viele Unternehmen arbeiten daher derzeit auf Hochdruck daran, ihre Geschäftsmodelle neu auszurichten. In der Geldanlage führen die Nachhaltigkeitsbemühungen dazu, dass verstärkt wichtige, zukunftsweisende Investitionen in erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft ermöglicht werden. Spannend in diesem Zusammenhang ist, dass es bei ESG zu Beginn verstärkt um das Thema E (Umwelt) ging, in letzter Zeit aber auch das S (Soziales) und G (Unternehmensfüh- rung) in den Vordergrund rückt. Wir finden, dass dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, um Nachhaltigkeit als Gesellschaft allumfassend zu leben und zu praktizieren. 

Welche Ratschläge würden Sie Anlegern geben, die Angst vor finanziellen Risiken haben, aber trotzdem ihr Geld anlegen und vermehren wollen? 

Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren exzellenten Anlageberatern. In einem unverbindlichen Erstgespräch werden der finanzielle Status-Quo sowie die individuelle Risikoneigung erhoben. Darauf aufbauend erarbeiten unsere Veranlagungsexperten ein persönliches Angebot. In jedem Fall gibt es Möglichkeiten für jede Risikoklasse und jedes Budget. 

Wie hat sich die Rolle der Frau im Bereich Finanzen und Geldanlage im Laufe Ihrer Karriere verändert? 

Genauso wie die Rolle der Frau sich in dieser Zeit grundlegend verändert hat. Frauen sind finanziell unabhängiger, am Kapitalmarkt immer stärker präsent und dabei auch sehr erfolgreich. Aufholbedarf gibt es im Bereich der Vorsorge. Frauen sind in der Pension nach wie vor finanziell benachteiligt. Um den Lebensstandard aufrecht erhalten zu können, bieten wir zahlreiche Möglichkeiten an, wie z.B. unsere breit gestreuten Anlagemix-Fonds- varianten*, die sich sehr gut zum mittel- bis langfristigen Kapitalaufbau eignen. Bereits mit einer monatlichen Ansparvariante von 50,- EUR können damit langfristig sehr gute Ergebnisse erzielt werden. 

Foto: Gernot Gleiss

*Disclaimer: Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die Angaben dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Veranlagung, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Die veröffentlichten Verkaufsprospekte bzw. Basisinformationsblätter in der jeweiligen Fassung stehen dem interessierten Anleger auf der Homepage der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., www.3bg.at; sowie bei der BKS Bank AG, St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee während üblicher Geschäftszeiten kostenlos zur Verfügung. Firmenname: BKS Bank AG, Firmensitz: 9020 Kla- genfurt, St. Veiter Ring 43, Firmenbuchgericht: Landesgericht Klagenfurt, FN: 91810s; UID-Nr.: ATU25231503 

„Geldanlage und Investieren ist längst nicht mehr nur Männersache“, ist Pia Vejnik, Head of Communications bei ROCKETS, überzeugt.

 

Im Gespräch mit dem führenden heimischen Crowdinvesting-Anbieter wird deutlich: Der Anteil der Investorinnen steigt seit Jahren kontinuierlich an. 

Aktuelle Plattform-Statistiken zeigen, dass sich der weibliche Anteil der Crowd seit der Plattformgründung im Jahr 2013 mehr als verdoppelt hat. Mittlerweile liegt dieser bei 24 Prozent. Damit sind etwa 9.000 der mehr als 38.000 Anleger großen ROCKETS-Crowd Frauen. Betrachtet man die Neuregistrierungen der letzten beiden Jahre, sind verhältnismäßig viele Frauen unter den Neuzugängen. Das heurige Jahr stellt mit knapp 32 Prozent einen neuen Höchstwert dar. 

„Das sind Schritte in die richtige Richtung. Aber es gibt noch Luft nach oben“, so Vejnik, die sich im Hinblick auf finanzielle Veranlagung mehr Selbstbewusstsein und -sicherheit auf Frauenseite wünscht. Stellt sich die Frage, wo die Hürden liegen.

Wissenslücken schließen und Unsicherheiten ausräumen

„Frauen steht oftmals deutlich weniger Kapital zur Verfügung als Männern“, sagt Vejnik. So liegt laut freiwilliger Profil-Angaben das durchschnittliche Finanzanlagevermögen von Frauen bei rund 23.000, jenes von Männern bei etwa 269.000 Euro.

„Hinzu kommt, dass Frauen tendenziell vorsichtiger agieren und weniger risikobereit sind. Darüber hinaus spielt bei vielen auch eine große Unsicherheit mit. Sie schätzen ihr Finanzwissen selbst als zu gering ein“, erklärt Vejnik weiter. Eine 2021 erfolgte Studie der OECD zur finanziellen Bildung in Österreich kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen ein geringeres Finanzwissen haben als Männer. Daher setzt ROCKETS vermehrt auf Financial Education. „Wir wollen die vielen bestehenden Wissenslücken und damit einhergehenden Unsicherheiten ausräumen. Es braucht Aufklärarbeit und eine verständlichere Kommunikation, damit auch Frauen selbstbewusst und souverän veranlagen können“, so Vejnik. 

Nachhaltige Investitionen bei Frauen besonders gefragt

Zudem gelte es, die Bedürfnisse von Frauen stärker zu berücksichtigen. In einer aktuellen Befragung von J.P Morgan unter 4.000 Frauen in zehn europäischen Ländern gaben 77 Prozent der Befragten an, dass eine nachhaltige Geldanlage für sie einen Unterschied mache. 

Auch in der ROCKETS-Auswertung zeigt sich, dass Frauen überwiegend in nachhaltige und soziale Projekte investieren – und das über einen längeren Zeitraum hinweg. „Umweltbewusstsein, Klimaschutz und soziale Verantwortung stehen für Frauen an vorderster Stelle“, so Vejnik. 

Mehr als 82 Prozent des von Investorinnen angelegten Kapitals wurde bislang in zukunftsorientierte Projekte investiert. „Frauen nehmen für mehr sozialen und ökologischen Impact sogar weniger Rendite in Kauf“, sagt Vejnik mit Blick auf die Umfrageergebnisse.

Frauenpower auch im ROCKETS-Team 

Auch innerhalb des ROCKETS-Teams wird Frauenpower hochgehalten: Die Hälfte der 35 Mitarbeiter sind Frauen. „Wir unterscheiden nicht zwischen Männern und Frauen. Letztendlich geht es um die Leistung eines jeden Einzelnen bzw. einer jeden Einzelnen. Nichtsdestotrotz sind wir sehr stolz auf den hohen Frauenanteil in unserem Unternehmen und die Ausgeglichenheit im Team“, so Vejnik. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass es bei Finanzthemen ebenso zahlreiche Expertinnen gibt, die hier mit sehr viel Know-how und Fingerspitzengefühl agieren.“

Foto: Rockets

DI Johanna Ronay ist Co-Gründerin des Finanz-Start-Ups „Froots“ und weiß, worauf Frauen bei der Geldanlage beachten sollten.

 

Warum ist die richtige Finanzplanung gerade für Frauen essenziell? 

Frauen sind oft die Verlierer in der „Rush hour des Lebens“ (also zwischen dem Alter von 30 und 40 Jahren). Da haben sie vielleicht ihre ersten guten Jobs, klettern die ersten Schritte in der Karriereleiter hinauf und haben dann das Problem, dass die Familienplanung ihnen dazwischenkommt. Ich kann da selbst aus Erfahrung sprechen. Wir gehen in Karenz und kommen – wenn überhaupt – oft nur als Teilzeitkräfte zurück. Dadurch verlieren Frauen in den Jahren, in denen sie gut verdienen könnten, wichtige Beitragspotenziale für ihre staatliche (und auch betriebliche) Pensionsvorsorge. Und an die private Vorsorge denken in diesen Zeiten die wenigsten. 

Einkommenseinbußen durch Karenzzeiten und der Gender Pay Gap sind traurige Realität – wie lässt sich hier in der Praxis für Ausgleich sorgen? 

Aus meiner Erfahrung sollte schon früh in die Finanzbildung investiert werden. Die Wichtigkeit einer langfristigen Finanzplanung und die Auslotung der entsprechenden Möglichkeiten (und dazu gehört nun mal zwingend der Kapitalmarkt) sollte schon im Kindes- und Jugendalter von Eltern thematisiert werden. Für Frauen ist es – aus meiner persönlichen Erfahrung – aber auch insbesondere die Zeit, in der man noch keine familiären Verpflichtungen hat, also die Zeit, in der man die ersten beruflichen Schritte macht und vielleicht das erste Mal im eigenen Leben auch monatlich mehr Flexibilität hat, richtig, um Geld für sich wegzulegen. Das wäre ein toller Zeitpunkt, um selbst mit dem Investieren zu beginnen. 

Wie gestaltet man bei Froots ein Portfolio für einen solchen Fall? 

Bei Froots beginnen wir mit den Zielen der einzelnen Kunden und ihrer persönlichen Situation. Es geht darum, zu verstehen welche Ziele Kunden in ihrem Leben erreichen möchten. Konkret kann ich wieder mein Beispiel nennen: Ich investiere für meine Kinder, um ihnen einen Startvorteil nach der Schule, also in 15 Jahren, ermöglichen zu können und für meine private Vorsorge, die mit dem Pensionseintritt in 30 Jahren startet. Für diese beiden Ziele bekomme ich individuelle Portfolios auf separaten Depots, kann diese aber auch beide über mein Kundenportal steuern. Die Portfolios sind dabei abhängig vom Ziel und meinem Risikoprofil aufgestellt und basieren auf streng selektierten ETFs (Exchange Traded Funds). 

Je näher ich nun dem Zeitpunkt komme, dass meine Kinder eine Ausbildung starten und ich ihnen das Geld auszahlen möchte, desto stabiler und konservativer wird dieses Portfolio aufgestellt. Das Portfolio für meine Pension kann aber auch in diesem Zeitraum noch mehr Risiko vertragen und dadurch stärker wachsen. Uns bei Froots ist es also wichtig auf die einzelnen Lebensumstände unserer Kunden einzugehen und ihnen für jedes Ziel, die optimale Veranlagung bieten zu können. 

Abseits des akuten Bedarfs, merken Sie bei weiblichen Anlegerinnen eine größere Hemmschwelle, wenn es um das Thema Finanzen geht? 

Nein, grundsätzlich nicht. Nach unseren Erfahrungen reagieren aber Frauen schon in unterschiedlichen Situationen anders als männliche Investoren. Zum Beispiel in Zeiten hoher Unsicherheit am Markt, agieren Frauen verhaltener und Männer gehen „Aktien-shoppen“ 

Frauen nutzen aus meiner Sicht auch viel mehr Empfehlungen aus ihrem Netzwerk, Freundes- und Familienkreis und verlassen sich auf diese persönlichen Erfahrungen. Was mich aber doch immer wieder schockiert ist, dass sich noch viele Frauen in Hinblick auf ihre Finanzen komplett auf ihre Partner verlassen. Darin sehe ich ein inhärentes, großes Risiko und eine verpasste Chance sich langfristig, finanziell unabhängig aufzustellen und sich in allen Lebenssituationen wohlzufühlen. 

Womit begründet sich diese Schwellenangst? 

Ich habe manchmal das Gefühl, dass das Rollenbild hier in Österreich noch sehr konservativ ist und Frauen nicht zugetraut wird, die Finanzen selbst in den Griff zu bekommen. Auch Frauen müssen sich hier selbst mehr zumuten und aktiv werden. 

Gelten diese Vorbehalte im speziellen für komplexere Anlageformen, wie beispielsweise ETF- Sparpläne? 

Nein. Ich finde gerade ETFs haben einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass Frauen sich erstmals wohlfühlen in den Kapitalmarkt zu investieren. Mit Hilfe von ETFs kann man durch ein einziges Wertpapier, das so leicht handelbar ist wie Aktien, schon eine hohe Diversifikation erreichen. Das spricht viele Frauen an und kommt der weiblichen Haltung zu Risiko sehr entgegen.  

Welche Schritte können hier gesetzt werden, um das Bewusstsein zu schärfen? 

Wir müssen auf jeden Fall noch viel in Finanzbildung und Aufklärung über den Finanzmarkt investieren. Frauen müssen verstehen, dass der Kapitalmarkt ein Vehikel ist, dass ihnen hilft langfristig Vermögen aufzubauen und finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. 

Für mich persönlich waren drei Punkte ausschlaggebend, endlich mit dem Investieren zu beginnen: Die historischen Daten zeigen, dass du durch langfristiges, diversifiziertes und zielorientiertes Investieren die Risiken am Kapitalmarkt im Griff haben kannst. In Zeiten hoher Inflation und niedrigen Zinsen am Sparbuch ist Langfristiges Investieren fast alternativlos, um langfristig Wohlstand aufzubauen. Ich habe ein professionelles Team an meiner Seite, damit ich mich eben nicht ständig selbst fragen muss, ob ich die „richtigen“ Wertpapiere habe oder nicht.

Was unternimmt Froots um Frauen bei der Finanzplanung zu unterstützen? 

Es gibt schon viele tolle Initiativen in Österreich Finanzbildung zu fördern und wir sind mit einigen dieser Initiativen in Kontakt, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Zusätzlich tüfteln wir auch an eigenen Formaten speziell für Frauen, in denen sich Frauen wohl fühlen sollen, sich auszutauschen und kontinuierlich lernen zu können.  

Warum haben Sie als Frau eine Karriere in diesem Bereich gewählt und was würden Sie jungen Nachwuchstalenten raten, wenn sie diese berufliche Laufbahn einschlagen wollen? 

Mich hat unser Angebot überzeugt. Als das erste Mal von dieser Idee gehört habe, war ich Feuer und Flamme und habe als Frau, Mutter und (bis zu dem Zeitpunkt) Nicht- Kapitalmarkt-Investorin sofort gewusst, dass ich hier mitarbeiten möchte. 

Ich hatte davor viele sehr unterschiedliche Stationen in meiner beruflichen Laufbahn und folgende Dinge waren dabei immer ausschlaggebend für mich: Egal wo du bist und in welchem Umfeld du arbeitest, es kommt immer auf dich persönlich an, was du daraus machst. Man ist seines eigenen Glückes Schmied und kann überall den kleinen, aber feinen Unterschied machen. Lass dich nicht in eine Schublade stecken. Ich selbst habe Wirtschaftsingenieurswesen-Maschinenbau an der TU Wien studiert. Damit ist man als Frau oft immer schon etwas „anders“ als andere. Und jetzt arbeite ich auch noch in der Finanzbranche. Aber es kommt eben nicht immer darauf an einen „geraden“ Werdegang zu haben, sondern man muss seinem Instinkt folgen. 

Wenn Sie einer Frau, die überlegt, ob sie investieren soll, etwas sagen könnten, was wäre das? 

Auch wenn die Welt des Investierens überwältigend erscheinen mag, ist es erstmal wichtig damit anzufangen, sein Vermögen zu vermehren. Egal, ob man nun mit froots oder vielleicht einer anderen Plattform investieren möchte oder sogar selbst investieren möchte. Das Wichtigste ist anzufangen. Ein wichtiger Tipp: Legen Sie nicht mehr Geld an, als Sie kurzfristig brauchen, und investieren Sie nicht mehr, als Sie sich leisten können zu verlieren. Aber nichts mit dem Geld zu tun, ist womöglich die schlechteste Option, die Sie tun können, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Und bitte sehen Sie zu, dass Sie sich selbst mit Ihren Finanzen auseinandersetzen und überlassen Sie die Verantwortung nicht Ihrem Partner. 

Foto: Nuno Filipe Oliveira

Seit Oktober des Vorjahres ist sie Vorstandsmitglied der bank99 und hat die einmalige Chance, die noch junge Bank im Aufbau zu begleiten.

 

„Ich bin Vorstandsmitglied in der bank99 und darf die Strategie zur Weiterentwicklung der Bank aktiv gestalten. Dazu gehören neben der Omnikanal-Produktstrategie, die Digitalisierung und IT-Agenden sowie der Ausbau unserer Vertriebskanäle. Die Aufgabe ist spannend und dynamisch, denn die Chance, eine Bank im Aufbau zu begleiten, ist in Österreich in dieser Dimension einzigartig“, so Patricia Kasandziev über ihre neue Tätigkeit.

Es herrscht Startup-Feeling
Besonders faszinieren sie die kurzen Entscheidungswege, die man mit der Mehrheitseigentümerin, der Post, hat sowie die Freiheiten und Umsetzungsmöglichkeiten, die es nur in einer sich im Aufbau befindlichen Bank gibt. Gleichzeitig habe man die Chance, auf das größte zentral geführte stationäre Netzwerk zuzugreifen und so den Kunden neben Verfügbarkeit auch beste digitale Services anzubieten.

„Außerdem gibt es der bank99 kaum festgefahrene Strukturen und ein junges, motiviertes Team voller Ideen und Visionen. Ich finde die überschaubare Größe und die flachen Hierarchien erfrischend, man kennt einander, niemand ist anonym. Es herrscht ein Startup-Feeling, das entspricht meiner Persönlichkeit. Ich liebe es Geschäftssegmente und Teams von der Picke auf zu begleiten“, so die Digitalisierungsexpertin.  

Passende Lösungen für jede Zielgruppe 

Die technische Integration zweier Kernbankensystemen, die Harmonisierung und Weiterentwicklung der Produktpalette und der Ausbau der stationären und digitalen Vertriebskanäle, seien derzeit die größten Herausforderungen.

„Mein Ziel ist es, genau die richtigen Lösungen für die jeweiligen Zielgruppen – von der Filiale bis zum Online only-Kunden – zu bieten. Darüber hinaus liegt mir sehr viel an der Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur, der Förderung junger Mitarbeiter und vor allem engagierter Frauen, um ein attraktiver Arbeitgeber für all jene zu sein, die etwas bewegen wollen“, so Kasandziev, die sich für das kommende Jahr vor allem Gesundheit, Sicherheit und Stabilität wünscht.

Und natürlich ein Ende des Krisenmodus, in gesundheitlichem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Sinne. Ihr berufliches Ziel: „Die bank99 kommerziell erfolgreich zu machen und den begonnenen beeindruckenden Wachstumskurs weiter fortzusetzen. Ich möchte die Bekanntheit der bank99 steigern und so viele Kunden wie möglich vom beste Preis-Leistungsangebot im Retailbanking überzeugen.“

Zur Person

Für Patricia Kasandziev bedeutet die neue Aufgabe einen weiteren Karrieresprung vom Head of Digitalisation, Produkte & Prozesse bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien in die höchste Managementebene der bank99. Kasandziev hat sich dort zuletzt als Schnittstellenmanagerin zwischen Business und IT einen Namen gemacht. Ihre Schwerpunkte lagen auf dem Produkt- und Prozessmanagement für alle Kanäle und Geschäftssegmente sowie den digitalen Plattformen. Neben der Verantwortung für mehr als 200 Mitarbeiter*innen und der Transformationsunterstützung der 47 lokalen Raiffeisenbanken in Niederösterreich war die studierte Betriebswirtin zudem Aufsichtsratsmitglied der Raiffeisen Service Center Gesellschaft. Davor war sie in einschlägigen Managementfunktionen bei BAWAG und Volksbanken tätig.

Foto: bank99/Vyhnalek

Die Vorstandsvorsitzende der BKS Bank blickt zurück auf ein überaus erfolgreiches Jahr in dem auch ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert wurde.

 

Ihr Resümee des  Geschäftsjahres? 

Wir sind mit der Entwicklung in unserem Jubiläumsjahr sehr zufrieden. Im ersten Halbjahr konnten wir uns über ein Plus bei Bilanzsumme, Krediten und Primäreinlagen freuen. Die eigenen Emissionen überschritten erstmals eine Milliarde EUR. Die gute Entwicklung zeigt, dass wir von unseren Kunden als verlässlicher Bankpartner und als verantwortungsbewusste Emittentin geschätzt werden.  Die hohe Inflation und parallel dazu die steigenden Zinsen reduzieren jedoch die Investitionsbereitschaft bei Privat- und Firmenkunden. 

Wie wirken sich der Ukraine-Konflikt und die Inflation auf den Veranlagungsbereich aus? Ihre Empfehlungen für jene, die auf Termin- und Sichteinlagen verzichten wollen? 

Wir bewegen uns in einem sehr anspruchsvollen Anlageumfeld. Die hohe Inflation und die rasche Zinswende beeinflussen den Kapitalmarkt. Der Krieg in der Ukraine verunsichert Mensch und Wirtschaft. Es gilt mehr denn je, einen kühlen Kopf zu bewahren, aber auch die richtigen Entscheidungen zu treffen. Da der Kapitalmarkt immer zukünftige Ereignisse vorwegnimmt, ist es nicht unrealistisch, dass sich die Märkte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen demnächst wieder stabilisieren und positiv entwickeln werden. Umso wichtiger ist es, sich professionell beraten zu lassen. Die Veranlagungsexperten der BKS Bank informieren über das aktuelle Kapitalmarktgeschehen und über alternative Veranlagungsmöglichkeiten.

Die Empfehlung lautet, weiterhin auf breite Diversifikation wie beispielsweise vermögensverwaltende Fonds – wie der BKS Anlagemix konservativ*, den BKS Anlagemix dynamisch*, oder der BKS Portfolio Strategie nachhaltig* - zu setzen. Das Anlagespektrum hat sich für konservative Anleger merklich verbessert. Anleihen werfen aktuell Renditen ab, die man seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen hat. Höhere Erträge sind aber weiterhin nur mit höherer Risikobereitschaft zu erreichen. Der Veranlagungshorizont spielt dabei eine wesentliche Rolle. 

Was waren für Sie die Highlights des Jahres 2022? 

Das Jahr stand ganz im Zeichen unseres 100-jährigen Jubiläums. Wir haben dieses dazu genutzt, uns bei unseren Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Führungskräften im Zuge eines Festreigens herzlich zu bedanken. Darüber hinaus wurde die Erfolgsgeschichte der BKS Bank in einer umfangreichen Chronik dokumentiert. Gegründet als reine Unternehmerbank, hat sich die BKS Bank zu einem international agierenden Konzern entwickelt. Gefestigt haben wir auch unsere Position als eine der nachhaltigsten Banken weltweit. Unser erfolgreiches Natur & Zukunft-Konto, bei dessen Neuabschluss jeweils ein heimischer Baum gepflanzt wird, wurde mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Finanzprodukte ausgezeichnet.

Vor wenigen Tagen haben wir unseren ersten Sustainability Bond emittiert, der soziale und ökologische Aspekte vereint und dessen Emissionserlös in die Errichtung eines Gesund-heitszentrums in St. Pölten investiert. Auch in Sachen Digitalisierung sind wir weiterhin mit Volldampf unterwegs. Die Digitalisierung des hochkomplexen Firmenkundenkreditprozesses schreitet ebenso gut voran, wie weitere Digitalisierungsschritte im Wertpapier- und Leasinggeschäft. Hinter unserem Engagement steht die Überzeugung, dass stete Weiterentwicklung die Basis für künftigen Erfolg ist. Gerade in schwierigen Zeiten gilt es, Zukunftsthemen nicht aus den Augen zu verlieren. Die Kunden honorieren diesen Einsatz: Seit Jahresbeginn konnte die Zahl an Neukunden sowohl im Firmen- als auch Privatkundenbereich kontinuierlich gesteigert werden. 

Welche Zukunftsthemen sind der BKS Bank auch 2023 besonders wichtig? 

Als zukunfts- und lösungsorientiertes Unternehmen ist unser Blick immer nach vorne gerichtet. In der Nachhaltigkeit wollen wir unseren Wettbewerbsvorsprung halten und sind daher der Green Finance Alliance beigetreten. Unter anderem ist dafür bis 2050 eine Ausrichtung unserer Kredit- und Investmentportfolios am 1,5 Grad-Klimaschutzziel erforderlich. Dass wir uns dieser Herausforderung stellen, sehen wir auch als Bereicherung für unsere Kunden. Viele von ihnen sind selbst im Transformationsprozess. Da ist es gut, einen Bankpartner zu haben, mit dem man sich auf Augenhöhe austauschen kann. 

2022 gab es Grund zu feiern: 100 Jahre BKS Bank. Ihr Wunsch für die kommenden Jahrzehnte? 

Die BKS Bank hat seit ihrem Gründungsjahr zahlreiche Herausforderungen mit einer vorausschauenden Geschäftspolitik, hoher Innovationskraft und großem Mut zu Veränderung gemeistert. Diesen Weg werden wir fortsetzen und unseren Kunden weiterhin mit qualitativ hochwertigen Bankdienstleistungen zur Seite stehen. Darüber hinaus streben wir Klimaneutralität an. Die Wende hin zu einer kreislaufbasierten und nachhaltigen Wirtschaft ist eingeleitet. Wie der letzte Klimagipfel allerdings gezeigt hat, sind wir von der Erreichung dieses Zieles noch weit entfernt. Wenn ich mir also etwas wünschen darf, dann, dass uns diese Wende gelingt und dass die BKS Bank auch in den nächsten 100 Jahren als selbständiges und unabhängiges Bankinstitut am Markt vertreten ist.  

Ihr persönliches Fazit zu 2022? 

Ein Jahr voller Dankbarkeit, aufgrund unseres 100-jährigen Jubiläums. Ein Jahr voller Freude und großer Erfolge, aber auch ein Jahr der Ernüchterung und der Verunsicherung. Wir sind an einem Wendepunkt angelangt, der von uns allen größte Aufmerksamkeit abverlangt. 

Foto: Gernot Gleiss

*Disclaimer: Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die Angaben dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. 

Seit mehr als fünf Jahren gehört Sie zu den wenigen Frauen im obersten Banken-Management. ABW sprach mit Michaela Keplinger-Mitterlehner über Finanztipps für Frauen, junge Kunden und die Technik von morgen.

 

Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Geschäftsjahr?

Trotz einer abgeschwächten Konjunkturentwicklung hat die Raiffeisenlandesbank OÖ ihre nachhaltig erfolgreiche Entwicklung im ersten Halbjahr 2019 weiter fortgesetzt. So konnten wir im Konzern der Raiffeisenlandesbank OÖ das Finanzierungsvolumen um 808 Millionen Euro auf 23,2 Milliarden Euro (+ 3,6 Prozent gegenüber Ende 2018) steigern. Darüber hinaus ist es uns gelungen, die intensive Partnerschaft mit unseren Unternehmens- und Privatkunden weiter auszubauen. Die Anzahl der Firmenkunden ist mit einem Plus von 2,7 Prozent von Jänner bis Juni 2019 auf 15.898 abermals spürbar gestiegen. 

Im Vorjahr haben Sie mit der Vorsorge-Beratung eine große Offensive gestartet und das Thema Altersvorsorge Erwachsenen und Jugendlichen nähergebracht. War diese Offensive erfolgreich? 

Grundsätzlich bieten wir unseren Kundinnen und Kunden eine breite und an jede Lebenssituation individuell angepasste Palette an Vorsorgelösungen an. Diese reicht von Sparprodukten über Versicherungen und Wertpapieren bis hin zur Begleitung bei der Weitergabe von Vermögen. Im Vorjahr haben wir zusätzlich zahlreiche Kundenveranstaltungen zur Altersvorsorge organisiert und uns dabei auch auf das Thema Immobilien fokussiert. Es wurde dabei beispielsweise erläutert, was beim Übergeben, Schenken und Vererben einer Immobilie zu beachten ist. Und wie wir am regen Interesse unserer Kundinnen und Kunden festgestellt haben, ist die Altersvorsorge bzw. die Absicherung der Zukunft ein Thema, das die Menschen intensiv beschäftigt. 

Wie gut kommt die Raiffeisen FondsPension an?

Dass sich oberösterreichweit bereits mehr als 1.000 Kundinnen und Kunden für eine „Meine Raiffeisen FondsPension“ entschieden haben, zeigt deutlich, wie gut diese bei unseren Kundinnen und Kunden ankommt. Die Raiffeisen FondsPension kombiniert die Vorteile der klassischen Lebensversicherung als Fundament einer soliden Pensionsvorsorge mit den Ertragschancen der Wertpapierfonds der KEPLER-FONDS KAG, die eine der renommiertesten Fondsanbieter im deutschsprachigen Raum ist.

Haben Sie spezielle Finanz- und Vorsorgetipps konkret für Frauen? Welche Veranlagungsstrategie empfehlen Sie?

Gerade wenn es um die persönliche Absicherung und Vorsorge geht, haben Frauen oftmals andere Bedürfnisse als Männer. Dies ist insbesondere auf geschlechtsspezifisch hervorgerufene Umbrüche im Lebenslauf, wie etwa durch Karenzzeiten oder Teilzeitarbeit, zurückzuführen. Ein geringerer Lebensverdienst führt auch zu einer niedrigeren staatlichen Pension. Daher hat für Frauen oftmals auch eine Scheidung oder der frühzeitige Tod des Partners weitreichende finanzielle Folgen. Das alles verdeutlicht die Notwendigkeit der richtigen Eigenvorsorge, um den gewohnten Lebensstandard im Falle des Falles halten zu können. Hier wollen wir ein größeres Bewusstsein schaffen. Unsere Beraterinnen und Berater sind entsprechend geschult und erstellen gemeinsam mit unseren Kundinnen eine individuelle und maßgeschneiderte Veranlagungsstrategie, die auf die unterschiedlichen Lebensphasen Rücksicht nimmt.  

Wie erreichen Sie die Zielgruppe der jungen Bankkunden, womit sprechen Sie diese an?

Der Raiffeisenbankengruppe OÖ ist es ein großes Anliegen, in die jüngere Generation zu investieren und sie auf ihrem Lebensweg zu fördern. Dazu zählt auch, dass wir Kinder und Jugendliche möglichst bald mit Finanzthemen vertraut machen wollen – und das dem Trend der Zeit entsprechend überwiegend online und über Social Media. Unter dem Titel „Financial Education“ bietet Raiffeisen OÖ für die verschiedensten Altersgruppen online eine breite Palette an Lernunterlagen und Videos, die umfassende Informationen rund ums Geld enthalten. Auch auf boerse-live.at und auf der Website sowie den Social Media-Kanälen unserer Fondstochter KEPLER-FONDS KAG erläutern wir in Videos die Welt der Wertpapiere und Börsen. Darüber hinaus setzen wir mit zahlreichen Aktionen und Projekten wie Lese- und Malwettbewerben oder dem Börsespiel Akzente, um junge Menschen zu fördern und die Bedeutung von wirtschaftlichen Themen zu vermitteln.

Welche Möglichkeiten bietet die RLB OÖ jungen Menschen beim Vermögensaufbau?

Beim Vermögensaufbau für junge Menschen eignen sich Fondssparpläne sehr gut, bei denen regelmäßig Anteile eines Wertpapierfonds nach Wahl in Höhe von mindestens 50 Euro erworben werden. Der Kunde bestimmt, worin, wie lange und wieviel er veranlagen möchte und sorgt so in kleineren oder größeren Schritten für die Zukunft vor. Als zweites Produkt bieten wir den TopZins Sparplan an, mit dem bereits ab 70 Euro monatlich in eine Raiffeisen-Anlage angespart werden kann und der Anleger am Ende der Laufzeit einen fixen Auszahlungsbetrag, der bereits im Vorhinein bekannt ist, erhält. Derzeit bietet die Raiffeisenlandesbank OÖ zwei Laufzeiten mit sieben und 15 Jahren an.

Welche Herausforderungen erwarten Sie, angesichts der anhaltenden politischen Unsicherheiten, im Finanzsektor im kommenden Jahr?

Global betrachtet werden Themen wie der Brexit oder der Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin großen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben. Herausforderungen bestehen aber auch beispielsweise in den gesetzlichen Regularien, die Banken erfüllen müssen und die sicherlich überzogen sind. Im Sinne einer Herausforderung fragen wir uns aber auch selbst: Wo können wir noch besser werden? Wie kann sich die Raiffeisenlandesbank OÖ noch klarer als der Mitbewerb positionieren?

Wird der digitale Vertrieb die persönliche Beratung in absehbarer Zeit ablösen?

Viele alltägliche Geldgeschäfte erfolgen bei Raiffeisen Oberösterreich bereits digital: 94 Prozent aller Transaktionen werden online abgewickelt. Bei der persönlichen Veranlagungsstrategie setzen unsere Kundinnen und Kunden aber nach wie vor auf die kompetente Beratung in den regionalen Raiffeisenbanken. Raiffeisen in Oberösterreich steht daher für die intelligente Vernetzung von innovativen Online-Angeboten und einem starken Bankstellen-Netz mit persönlicher Betreuung, und das wird auch in Zukunft so bleiben. 

Wie wichtig sind die Themen künstliche Intelligenz und Blockchain für das Finanz-Business?

Die Blockchain-Technologie wird in Zukunft nicht nur die Finanzbranche, sondern viele andere Bereiche unseres Lebens nachhaltig verändern. Sie hat das Potenzial, Prozesse einfacher, schneller und sicherer zu machen. Die Raiffeisenlandesbank OÖ will diese Entwicklung aktiv mitgestalten und beschäftigt sich aktuell intensiv mit einer Reihe von neuen Möglichkeiten, die sich aus der digitalen Transformation ergeben. Dazu haben wir einen eigenen Innovation Hub installiert, dessen Aufgabe die Analyse und Bewertung von Trends, Marktumfeld, Start-ups und Fin-Techs sowie die Begleitung von Innovationsprozessen in der Raiffeisenlandesbank OÖ ist.

Zur Person

1983: Matura am BRG Rohrbach

1988: Sponsion an der Universität Wien (Studium Geschichte, Philosophie, Psychologie und Pädagogik) 

1988: Eintritt in die Österreichische Länderbank AG als Trainee

Anschließend verschiedene Stationen in der Bankbranche

Seit 07/2007: Mitglied des Vorstandes der Raiffeisenlandesbank OÖ 

Seit 01/2014: Generaldirektor-Stellvertreterin der Raiffeisenlandesbank OÖ

Foto: RLB OÖ

Sie ist seit zwanzig Jahren in unterschiedlichen leitenden Funktionen in der Kommunalkredit Austria AG tätig. Vor drei Monaten wurde sie zum neuen Finanzvorstand bestellt. ABW im Gespräch mit Claudia Wieser.

 

Wie zufrieden sind sie mit dem Geschäftsjahr 2021, was erwarten sie 2022? 

Für die Kommunalkredit war das Jahr 2021 ein weiteres Rekordjahr. Trotz makroökonomischer Veränderungen, wie der COVID-19 Pandemie, das niedrige Zinsumfeld sowie der steigenden Inflation konnten wir ein Neugeschäftsvolumen bei Infrastruktur- und Energiefinanzierungen von EUR 1,9 Mrd. (+65% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und ein operatives Ergebnis von EUR 60,1 Mio. (+26% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) erzielen. Wir konnten mit unseren Finanzierungen dazu beitragen, dass 46 wichtige Infrastrukturprojekte in ganz Europa realisiert wurden, die nachhaltigen Mehrwert für die Gesellschaft bringen.

Von Windkraftwerken in Skandinavien über Breitbandausbau in den Niederlanden, Solar Photovoltaik-Parks in Südeuropa, Glasfaserprojekte in Deutschland bis hin zu Gesundheitsinfrastruktur in Großbritannien, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir erwarten auch für 2022 einen sehr positiven Geschäftsverlauf, insbesondere in den Sektoren der Digitalen Infrastruktur und Erneuerbaren Energie. Das Thema der Dekarbonisierung wird neben dem weiteren Ausbau der klassischen Bereiche PV-Solar und Windkraft, im Kontext der Energiewende, noch stärker im Mittelpunkt stehen. Elektro-Ladestationen, Batteriespeicher, Wasserstoff sind nur einige der „Buzzwords“, die uns weiterhin beschäftigen werden. 

Wie hoch ist in komplexen Zeiten die Kunden-Nachfrage hinsichtlich der von Kommunalkredit angebotenen Investmentmöglichkeiten? 

Unser Geschäftsmodell mit den zwei Säulen der Infrastruktur- und Energiefinanzierung sowie Public Finance hat sich in diesen schwierigen Zeiten nicht nur als robust, sondern vielmehr auch als erfolgreich erwiesen und bestätigt unseren bisher eingeschlagenen Weg. Themen wie Dekarbonisierung, Digitalisierung sowie Investitionen in wachsende Sozial-/Gesundheitsinfrastruktur haben den europäischen Markt für Infrastrukturfinanzierungen 2021 zu einem neuen Volumenrekord von knapp EUR 300 Mrd. getrieben. Der Trend, weiter in notwendige, aber auch innovative Infrastrukturvorhaben zu investieren, ist ungebrochen hoch – das kommt natürlich auch uns zu Gute.

Die Attraktivität und Resilienz des Infrastruktursektors über die letzten Jahre hat aber zeitgleich auch zu einem wachsenden Feld an Markteilnehmern und damit einhergehend erhöhter Liquidität und Konkurrenz – nicht nur im Equity-Bereich, sondern vor allem im Bereich Kreditfinanzierung – geführt. Umso erfreulicher sind unsere Rankings in den sogenannten „League Tables“ der Infrastrukturplattform Inframation, wo wir bei der Wertung nach Transaktionen bereits an 8. Stelle gereiht sind (2020: 16), im Umfeld mit weit größeren Banken. 

Welche Themen sind für Sie derzeit besonders relevant? 

Als Infrastruktur- und Energiespezialist sind alle Themen rund um nachhaltige bzw. „grüne“ Energie, schnelle und sichere Kommunikationskanäle, moderne Gesundheitsinfrastruktur – kurz gesagt alles, was für das effiziente Funktionieren der Gesellschaft unerlässlich ist. Die Kommunalkredit ist nicht nur in Europa und darüber hinaus aktiv, sondern unterstützt auch zukunftsweisende Initiativen im österreichischen Heimatmarkt.

So investieren wir gemeinsam mit der OMV in den Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs, wo ab 2023 bis zu 1.500 Tonnen grüner Wasserstoff jährlich produziert werden, was eine Reduktion von bis zu 15.000 Tonnen CO2Emissionen pro Jahr ermöglicht. Wir sehen großes Potenzial in Technologien in Zusammenhang mit Wasserstoff und wollen unser Engagement in diesem Bereich ausbauen. Um diese zukunftsträchtige Technologie gezielt weiter voranzutreiben, müssen klare Voraussetzungen geschaffen werden. Österreich hat erst kürzlich die bundesweite Wasserstoffstrategie veröffentlicht – die Politik hat jetzt auch den Stellenwert dieser bedeutsamen Technologie erkannt. 

Ein weiteres wichtiges und nachhaltiges Projekt ist unser Joint Venture „PeakSun“ mit dem oberösterreichischen Energieversorger eww, um Photovoltaik-Aufdachanlagen auf gewerblichen Immobilien zu finanzieren, errichten und betreiben. Die Besonderheit hier ist, dass wir ein sogenanntes „Contracting-Modell“ anbieten.

Das bedeutet, dass für die Kunden keine anfängliche Investition notwendig ist, da die Gesellschaft die Photovoltaik-Aufdachanlagen finanziert, auf den von den Kunden zur Verfügung gestellten Dachflächen errichtet und langfristig an die Kunden verpachtet. Die Kunden erhalten sämtlichen von der Anlage erzeugten Strom und können diesen entweder im Gebäude selbst nutzen oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen.  Sie sehen also, wir reden nicht nur über Nachhaltigkeit, sondern implementieren und realisieren entsprechende Projekte, um unseren Beitrag zur Dekarbonisierung, Energiewende und einer möglichst lebenswerten Zukunft zu leisten. 

Die Finanzierung der öffentlichen Hand (Public Finance) ist, wie vorhin bereits angemerkt, seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil unseres Geschäftsmodells. 2021 waren wir in Österreich sehr präsent und unterstützten Gemeinden und Städte bei Finanzierungen mit einem Volumen von mehr als 200 Millionen Euro, insbesondere für Kindergärten, Schulen, Sport- und Tourismusanlagen, bis hin zu Wasserversorgung, Kanälen, Kläranlagen und Straßen. Das ist uns ein großes Anliegen – dort zu investieren, wo Menschen direkt den positiven Impact spüren und davon profitieren. 

In welchen Bereichen sehen Sie in den kommenden Jahren Finanzierungsschwerpunkte? 

Wir wollen auch weiterhin unserer Vorreiterrolle bei nachhaltigen Finanzierungen, die Mehrwert für die Gesellschaft schaffen, gerecht werden. Und wir sind überzeugt, dass Infrastruktur auch in den kommenden Jahren eine ganz zentrale Rolle spielen wird. Nicht nur als Asset-Klasse, sondern vor allem als essenzieller Faktor in der Umsetzung des Green Deals zur Erreichung der nationalen und internationalen Klima- und Energieziele.

Konstant und zukunftsorientiert müssen entsprechende innovative Projekte finanziert werden – dafür stehen wir bereit. Wir wollen zukunftsorientierte Projekte fokussiert unterstützen und haben dafür mit unserer Projektentwicklungsgesellschaft FLORESTAN KA GmbH eine Basis geschaffen, um nachhaltige Infrastrukturprojekte durch Eigenkapitalbeteiligungen noch gezielter voranzutreiben. 

Wie weit fortgeschritten ist die Digitalisierung der bestehenden Geschäftsprozesse bei der Kommunalkredit Austria? 

Wir haben im September 2017 unser Online-Veranlagungsangebot KOMMUNALKREDIT INVEST für Privatkunden gestartet, seither konstant auf- und ausgebaut und sind mittlerweile nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland aktiv. Hier waren sämtliche Prozesse von Beginn an voll- digitalisiert – von der Kontoeröffnung, über die Legitimierung bis zur Veranlagung.

Ebenso wie unsere Online-Plattform KOMMUNALKREDIT DIREKT, die Gemeinden und gemeindenahen Unternehmen ein effizientes Veranlagungs- und Cash-Management-Produkt bietet. Neukunden registrieren sich über einen vollumfänglichen digitalisierten Onboarding-Prozess; das transparente Management von Veranlagungen (inklusive automatischer Wiederveranlagungen) und das Monitoring der Finanzierungen ist durch die übersichtliche anwenderorientierte Gestaltung durch den Kunden selbst einfach möglich. Parallel dazu arbeiten wir natürlich auch intern kontinuierlich an Digitalisierungs- und Prozessoptimierungsprojekten, u. a. an einem umfassenden Management Information System, das einen holistischen Blick auf sämtliche Daten zu Reporting- und Analysezwecken ermöglicht. 

Welche Veranlagungen empfehlen Sie unseren Leserinnen (Privatkunden)? 

Als Kommunalkredit bieten wir Privatkunden über die bereits erwähnte KOMMUNALKREDIT INVEST Plattform die Möglichkeit, mit Ihren Veranlagungen nachhaltige und sinnstiftende Projekte, wie Krankenhäuser und Pflegeheime, Breitbandprojekte, Photovoltaikanlagen, Wind- und Solarparks, Wasserkraftwerke sowie Verkehrsinfrastruktur zu finanzieren. Konkrete bzw. weitergehende Veranlagungsempfehlungen möchte ich hier nicht geben, da diese von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden und wir keine dezidierte Privatkundenbank sind, die dies in ihrem Produktangebot abdeckt. 

Ihre Pläne und Wünsche für das heurige Geschäftsjahr? 

Bei uns gehen Pläne und Wünsche Hand in Hand, denn wir haben für unseren weiteren Weg drei zentrale strategische Schwerpunkte definiert: Wir werden verstärkt in zukunftsorientierte Lösungen investieren, unser Produktangebot erweitern und unsere Marktposition ausbauen.  Wenn uns all das gelingt, konnten wir nicht nur unsere Pläne erfolgreich umsetzen, sondern auch unsere Wünsche erfüllen – das wäre der perfekte Outcome! 

Foto: Felix Wagner

Die Vorstandsvorsitzende der BKS Bank im Austrian Business Woman-Intervew über „grüne“ Finanzprodukte,  Frauenförderung und das bevorstehende Firmenjubiläum.

 

Wie verlief das Geschäftsjahr 2021? 

Wir können bisher auf ein sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurückblicken. Die Wirtschaft hat sich von der Pandemie sehr gut erholt, die Unternehmen investieren wieder, der private Hausbau boomt, auch die Kapitalmärkte haben sich gut entwickelt. Daher konnten wir im Zwischenbericht zum dritten Quartal über eine erfreuliche Geschäftsentwicklung berichten.

Unser Periodenüberschuss von 66 Millionen Euro liegt um 28,2 Millionen Euro über dem Vorjahreswert, die Bilanzsumme wuchs um 5,9 % auf 10,4 Milliarden Euro. Bei den Primäreinlagen übertrafen wir erstmals die 8-Milliarden-Euro-Marke und auch die Forderungen an Kunden von 6,8 Milliarden Euro lagen um 4,2 % über dem Jahresendwert von 2020. Ich blicke daher optimistisch auf das restliche Jahr. Die Prognosen sind aber durch das erhöhte Infektionsgeschehen wieder sehr unsicher geworden. 

Nachhaltigkeit ist für die meisten Unternehmen eine wesentliche Säule – was tut die BKS Bank in diesem Bereich?

Die BKS Bank engagiert sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility. Daher haben wir schon seit langem ein breites Leistungsspektrum zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Gesundheitsförderung unserer Mitarbeiter etabliert und sind ein verlässlicher Partner für die Gesellschaft.

Aktuell liegt der Fokus unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf dem weiteren Ausbau unserer nachhaltigen Produkte und auf dem Klimaschutz. Wir bieten unseren Kunden Green und Social Bonds, eine nachhaltige Vermögensverwaltung, eine breiteAuswahl an Nachhaltigkeitsfonds und ein Grünes Sparbuch zur Geldanlage. Das Natur & Zukunft-Konto unterstützt die Wiederaufforstung heimischer Schutzwälder.

Wir trachten danach, möglichst viele nachhaltige Finanzierungen zu vergeben und unsere Kunden auf dem Weg in eine klimafreundlichere Zukunft zu begleiten. Weiters setzen wir viele Maßnahmen zur Verbesserung der Betriebsökologie. Beispielsweise sind wir nach dem Umweltmanagementsystem EMAS und als Green Brand zertifiziert, betreiben selbst drei Photovoltaikanlagen, haben bei 70 Immobilien den Ausstieg aus Ölheizungen fast abgeschlossen und unsere Dienstreisen stark durch Videokonferenzen ersetzt.  

Auf welche Weise unterstützt die BKS Bank Mitarbeiterinnen bei ihrem beruflichen Fortkommen?

Die BKS Bank unterstützt Mitarbeiterinnen bei ihrem beruflichen Fortkommen mit vielen Leistungen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern und mit einem eigenen Frauenkarriereprogramm. Im Zuge des Programms werden typische Frauenrollen und die Kommunikation von Frauen genauso analysiert, wie Verhaltensformen und Dynamiken von Teams.

Zusätzlich begleiten Mentorinnen und Mentoren die Mentees während des gesamten Lehrganges. Vor kurzem wurde der sechste Turnus abgeschlossen. Insgesamt haben bisher 72 Mitarbeiterinnen dieses Programm absolviert, mehrere davon haben seither Führungspositionen bis hin zur Abteilungsleitung übernommen.  

In welchen Bereichen sehen Sie die größten Herausforderungen? 

Die größten Herausforderungen im Bankengeschäft ergeben sich aus der uferlosen Regulierung, die jetzt auch den Nachhaltigkeitsbereich voll erfasst haben. Auch die Digitalisierung und auf gesellschaftlicher Ebene der Klimawandel schaffen neue Anforderungen und lösen zum Teil umfangreiche Change-Prozesse aus. 

Ihre Wünsche und Ziele für 2022? 

Ein großer Wunsch ist, dass wir die Covid-19-Pandemie endlich hinter uns lassen können. 2022 wird für die BKS Bank ein besonderes Jahr. Wir feiern unser 100-jähriges Bestehen und freuen uns schon auf viele Aktivitäten anlässlich dieses Jubiläums. Abseits der Feierlichkeiten bleibt unser Projektportfolio prall gefüllt.

So wollen wir einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität gehen, das nachhaltige Produktangebot ausbauen und grüne Immobilienprojekte entwickeln. Im Bereich der Digitalisierung steht unter anderem der Ausbau des digitalen Produkt- und Serviceangebotes bis hin zu einer personalisierten und individualisierten Kundenansprache am Programm. 

Foto: Gernot Gleiss 

Trotz Corona-Krise blickt die Vorständin der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB AG) optimistisch in die Zukunft: Dank ausreichender Eigenmittel bieten die heimischen Banken eine solide Basis für ein Comeback der Wirtschaft. 

 

Ein Blick zurück: Wie hat sich die Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit ausgewirkt?

Wir haben im ereignisreichen Jahr 2020 mit einer Palette an Unterstützungsmaßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet. Im Geschäftsbereich Export Services haben wir gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) bei der Abwicklung der Hilfspakete des Bundes unterstützt.

Und wir haben sowohl bei den Exporthaftungen als auch bei den Exportfinanzierungen deutliche Anstiege verzeichnet. Dank der Leistungen der OeKB und unserer Töchter ist auch die Infrastruktur des österreichischen Kapitalmarktes stabil weitergelaufen. Auch bei hohen Handelsumsätzen aufgrund von Marktturbulenzen haben wir eine reibungslose Abwicklung der Wertpapiertransaktionen sichergestellt.

Und wir haben zur Deckung des gestiegenen Finanzierungsbedarfs der Republik im Jahr 2020 insgesamt zehn Bundesanleihe-Aktionen mit einem Gesamtemissionsvolumen von 40 Milliarden Euro abgewickelt. Die Tourismusbank (ÖHT) hat in dieser herausfordernden Situation gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus ebenfalls ein Maßnahmenpaket geschnürt. Und auch die Oesterreichische Entwicklungsbank (OeEB) hat schnell und flexibel auf den entstandenen Liquiditätsbedarf ihrer Kunden reagiert.

Wie hoch waren die finanziellen Mittel, die im Vorjahr zur Aufrechterhaltung der Liquidität von Exportunternehmen bereitgestellt wurden?

Die von der OeKB abgewickelten Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Liquidität von Exportunternehmen umfassten Betriebsmittelfinanzierungen in Form eines Sonder-Kontrollbank-Refinanzierungsrahmens (Sonder-KRR). Zunächst auf zwei Milliarden Euro festgelegt, erfolgte aufgrund der großen Nachfrage eine Aufstockung auf drei Milliarden Euro.

Zudem hat die OeKB im Rahmen des 15-Milliarden-Euro-Hilfspakets der Regierung im Auftrag der COVID-19-Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG) die Abwicklung von Überbrückungsgarantien für Großunternehmen übernommen.

Mit welchen Risiken muss der Bankensektor in den kommenden Jahren rechnen?

Durch die Corona-Pandemie haben sich natürlich auch für den Bankensektor gewisse Herausforderungen ergeben, für die wir aber gut gerüstet sind. Zum Jahresende 2020 erreichten die aggregierten Eigenmittel des Bankensektors in Österreich 94,3 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote lag bei ausgezeichneten 16,1 Prozent. Damit bieten die österreichischen Banken – und mit ihnen die OeKB ­– eine solide Basis für ein starkes Comeback der Wirtschaft.

Aufgrund der Lock-Downs und von Home-Office hat sich das Kundenverhalten geändert. Bemerken Sie eine größere Nachfrage nach digitalen Angeboten und Leistungen im Online-Vertrieb? 

Wie bei vielen Unternehmen hat die Corona-Krise auch in der OeKB zu einem zusätzlichen Digitalisierungsschub geführt, wir haben diese aber auch schon vorher intensiv vorangetrieben. Und auch von Kundenseite war eine größere Nachfrage zu spüren. Wesentliche Neuerungen für eine noch effizientere und bedürfnisorientiertere Betreuung unserer Kunden war der Start des OeKB Loan Pricers und der digitalen Kundenplattform my.oekb.

Die Generaldirektor-Stellvertreterin im Vorstand der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich über Kundenzufriedenheit in Corona-Zeiten, nachhaltige Veranlagung und den Stellenwert von Bargeld.

 

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf das Geschäftsjahr ausgewirkt?

Wir sind mit dem Jahresergebnis vor dem Hintergrund eines äußerst herausfordernden Umfelds sehr zufrieden. Der Großteil unserer Kunden ist gut durch die Krise gekommen, hat auch 2020 mutig in die Zukunft geblickt und kräftig investiert. Das zeigt sich bei den um 6,9 Prozent gestiegenen Investitionsfinanzierungen. Wir konnten 2020 ein erfreuliches Betriebsergebnis mit einem Plus von 19,4 Prozent aufweisen und auch eine Steigerung bei der Kernkapitalquote erreichen. Diese Eigenkapitalstärke bringt die so wichtige Stabilität für die Begleitung unserer Kunden.

Oberösterreich punktet als Standort von Leitbetrieben und mit Wirtschaftskompetenz – in welcher Weise unterstützt die RLB OÖ die Betriebe in diesen herausfordernden Zeiten?

Wir haben klar gesehen, dass die persönliche Beratung gerade in Krisenzeiten extrem wichtig und wertvoll ist und auch von unseren Kundinnen und Kunden entsprechend geschätzt wird. Das bestätigt uns auch eine aktuelle Auszeichnung: Die Raiffeisenlandesbank OÖ wurde kürzlich mit dem Recommender-Award des Finanz-Marketing Verband Österreich für herausragende Kundenorientierung in der Kategorie Großbanken ausgezeichnet. Damit verzeichnen wir die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft und die zufriedensten Kunden in ganz Österreich. Das freut uns sehr und ist eine klare Bestätigung für unseren eingeschlagenen Weg.

Die Spezialisten in der RLB OÖ und den oberösterreichischen Raiffeisenbanken kennen einerseits genau die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden und stehen andererseits in engem Austausch mit den Förderstellen. So können wir eine umfassende Beratungsleistung und eine hohe Kompetenz im Bereich Förderfinanzierung bieten – von der zeitgereichten Antragsstellung bis zur optimalen Finanzierungsstruktur. Diese Rolle wurde uns auch im aws-Bankenranking bestätigt: Raiffeisen Oberösterreich hielt 2020 den größten Marktanteil bei erp-Krediten und war damit österreichweit die stärkste Förderbank.

Wie hat sich das Kundenverhalten durch die Krise verändert?

Klar ist, die Krise hat den ohnehin unaufhaltsamen Trend der Digitalisierung weiter verstärkt! Aber auch Regionalisierung und Personalisierung haben einen Schub verliehen bekommen. Daher haben wir es immer mehr mit hybriden Kunden zu tun. Vielen von ihnen nutzen unser umfassendes digitales Angebot bevorzugt für die alltäglichen Bankgeschäfte, die auch immer häufiger über das Smartphone abgewickelt werden.

Deshalb entwickeln wir unsere digitalen Services und Innovationen permanent weiter, um unseren Kundinnen und Kunden das Wirtschaftsleben zu erleichtern. Für größere finanzielle Vorhaben und die Umsetzung von persönlichen Zukunftsinvestments schätzen die Kundinnen und Kunden die persönliche Beziehung zu ihrem Kundenberater, der ihre Anliegen kennt und immer erreichbar ist. Als finanzieller Nahversorger in der Region bieten wir hier einen entscheidenden Mehrwert.

Wie sieht die Kundenberatung der Zukunft aus?

Das Angebot verschiedener Kanäle ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Wir haben unser Angebot diesbezüglich auch während der Corona-Pandemie kontinuierlich ausgebaut und zum Beispiel die Videoberatung oder die digitale Signatur sowie die digitale Vermögensverwaltung mit dem Namen WILL etabliert. Das wird gut angenommen und wird auch in Zukunft ein Bestandteil unserer Kundenbegleitung bleiben. Aber unsere Stärke ist nach wie vor und auch in Zukunft die persönliche, vertrauensvolle Beratung unserer Kundinnen und Kunden!

Mit welchen Branchen-Trends rechnen Sie in den kommenden Jahren?

Ein Trend, der gekommen ist, um zu bleiben, ist die nachhaltige Veranlagung. Deren Stellenwert hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dies hat einerseits mit einem gestiegenen Bewusstsein und der Sensibilisierung der Gesellschaft, andererseits aber auch mit konkreten regulatorischen Maßnahmen zu tun. Die KEPLER-FONDS KAG, die Fondstochter der RLB OÖ, beschäftigt sich seit 20 Jahren mit nachhaltiger Geldanlage und zählt damit zu den Pionieren bei grünen Investments. Aktuell verwaltet die KEPLER-FONDS KAG von den rund 18 Milliarden Euro an Kundengeldern schon rund 2,7 Milliarden Euro nach ethisch-nachhaltigen Kriterien. 

Im Private Banking sind ethisch-nachhaltige Investments bei jedem Portfoliogespräch ein Thema und ein Großteil unserer Kundinnen und Kunden investiert in Veranlagungen mit nachhaltigem Schwerpunkt. Auch im Firmenkundenbereich spielt das Thema Nachhaltigkeit sowohl im Bereich Reporting als auch im Bereich grüne Finanzierungen eine immer größere Rolle.

Ein weiterer Trend, der gerade durch die Corona-Pandemie einen neuen Schub verliehen bekommen hat, ist Regionalität. Das ist ebenso wie die Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil unserer Raiffeisen-DNA! Umso mehr gilt es diese Erfolgsprinzipen jetzt hochzuhalten und neu zu denken. So wollen wir unsere Kundinnen und Kunden künftig noch stärker vom System Raiffeisen, also von der Füreinander-Kultur und unserem Netzwerk und damit von umfassenden Angeboten und Dienstleistungen, profitieren lassen.

Wie stehen Sie zu Plänen der Abschaffung des Bargeldes?

Über dieses Thema wird immer wieder mal in der Öffentlichkeit diskutiert. Ich kenne aber keine ernsthaften Überlegungen von relevanten Stellen wie etwa der Europäischen Zentralbank, das Bargeld abzuschaffen. Unser Standpunkt in der Raiffeisenlandesbank OÖ ist ganz klar: Die Kundinnen und Kunden sollen die Wahlfreiheit haben, wie sie bezahlen möchten.

Vorgaben oder Verbote sind hier sicherlich der falsche Ansatz. Und auch wenn die bargeldlosen Zahlungen aufgrund der komfortablen Möglichkeiten, wie etwa dem kontaktlosen Bezahlen an der Kassa, immer beliebter werden, hat Bargeld gerade in Österreich eine große Bedeutung für die Menschen. Ich glaube nicht, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.

Stichwort „Kreditausfälle“ – wie gut ist die RLB OÖ darauf vorbereitet?

Corona-bedingt mussten 2020 deutlich mehr Risikovorsorgen gebildet werden – konkret 157,5 Millionen Euro im Jahr 2020 im Vergleich zu 18,2 Millionen Euro im Jahr 2019. Rund zwei Drittel sind auf Portfoliovorsorgen zurückzuführen, die aufgrund von gesetzlichen Vorgaben für mögliche Ausfälle in der Zukunft gebildet werden mussten.

Wir gehen aber davon aus, dass wir diese Risikovorsorgen nicht brauchen werden. Denn wenn wir unsere Firmenkunden als Indikator heranziehen, dann sehen wir aktuelle keine große Insolvenzwelle auf uns zukommen. Es gibt sicher herausfordernde Branchen, aber gerade die großen und global agierenden Firmen haben aus der Finanzkrise 2009 gelernt und entsprechende Eigenkapital- und vor allem Liquiditätsreserven aufgebaut. 

2020 lag die NPL-Ratio (Non Performing Loans Ratio), die Kreditausfälle beschreibt, bei 1,79 Prozent und damit auf sehr niedrigem Niveau und war sogar leicht rückläufig gegenüber 2019 (1,83 Prozent).

Wir sind also gut vorbereitet und gleichzeitig auch optimistisch!

Wie hat sich Corona auf den Arbeitsalltag ausgewirkt, welche Änderungen bzw. Neuerungen gibt es?

Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie gut wir auch dezentral arbeiten können. Dies war vor allem deshalb möglich, weil wir die Weichen in der Raiffeisenlandesbank OÖ unabhängig von der Pandemie in die richtige Richtung gestellt haben, indem wir etwa die notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen haben. SMART Office, also das Arbeiten von Zuhause oder anderen Orten aus, wird daher auch künftig ein Teil unseres Arbeitsalltags sein.

Allerdings nicht ausschließlich: Gerade für kreative Prozesse, für Projektarbeit oder mit Blick auf den internen Informationsfluss und auch die Loyalität dem Unternehmen gegenüber ist die Anwesenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter förderlich. Die virtuelle Teilnahme an Terminen wird sicherlich weiterhin möglich sein – denn es hat sich schon gezeigt, dass Video- und Telefonkonferenzen eine echte Alternative zu persönlichen Meetings sein können, weil sie auch Ressourcen sparen. 

Darüber hinaus haben wir bereits vor Corona in ausgewählten Konzernbereichen „New Ways of Working“ getestet, die sich unter anderem durch moderne Arbeitsumgebungen, mehr Flexibilität oder durch nahezu papierloses Arbeiten auszeichnen. Dieser Trend wird nachhaltig bleiben. Zur Unterstützung haben wir Prozesse angepasst, wie etwa die Digitalisierung der internen Hauspost, aber auch neue IT-Systeme eingeführt, die die interne Zusammenarbeit oder die Dokumentenablage vereinfachen, und vieles mehr.

Die neuen Formen und Adaptierungen im Arbeitsalltag und der Zusammenarbeit, die uns auch nach der Pandemie tagtäglich begleiten werden, schlagen sich darüber hinaus in der Planung unserer neuen Konzernzentrale am Linzer Europaplatz nieder: Es wird weniger persönliche Arbeitsplätze geben, dafür aber mehr Platz für flexibles Teamarbeiten und Projektmeetings. Das war allerdings schon vor der Pandemie so geplant, hat uns aber in unseren Überlegungen bestätigt. 

Ihre angepeilten Ziele für 2021?

Das übergeordnete Ziel ist klar, dass wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden gut durch das laufende Geschäftsjahr kommen und ihnen als verlässlicher, stabiler Partner bei allen Vorhaben und Herausforderungen zur Seite stehen. Dabei begleiten wir ja nicht nur über das klassische Kreditgeschäft, sondern unterstützen auch als starker Partner mit Eigenkapitalfinanzierungen über unsere Raiffeisen Invest Private Equity-Gruppe. 250 Millionen Euro sind für Beteiligungen reserviert, mehr als ein Drittel davon wurde bereits im ersten Halbjahr investiert.

Beteiligungen sind ein wesentliches strategisches Standbein der Raiffeisenlandesbank OÖ und eröffnen auch unseren Kunden neuen Perspektiven. Ein weiterer Meilenstein heuer ist die Fusionierung der HYPO Salzburg mit der Raiffeisenlandesbank OÖ, die im September – vorbehaltlich aller aufsichtsrechtlichen Genehmigungen – vollzogen werden soll. Damit stärken wir uns für die Zukunft, indem wir Synergien heben und Kräfte bündeln. Davon profitieren unsere Kundinnen und Kunden, und die stehen 2021 so wie sonst auch im Mittelpunkt all unserer Überlegungen und Aktivitäten.

Foto: RLB OÖ

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