Interviews

Was dieses Jahr im Bereich der Vermarktung geplant ist, erzählt Sabine Toifl, Marketing-Expertin bei der Wiener Städtischen Versicherung, im ABW-Interview.

 

Zwei Pandemiejahre haben zahlreiche Branchen hart getroffen und für viel Verunsicherung gesorgt – welche Versicherungssparten zählen zu den Krisengewinnern?

Die Pandemie hat vielen Menschen vor Augen geführt, wie schnell sich das Leben verändern kann, und sie für Vorsorge und Prävention sensibilisiert. Die Nachfrage nach einer privaten Gesundheitsvorsorge steigt seit Krisenbeginn besonders stark – ihr kommen wir mit flexiblen und innovativen Services und Produktlösungen für jeden Geldbeutel nach.

Digital, TV, Hörfunk, Print – über welche Kanäle erfolgen heuer vorrangig die Vermarktungsschwerpunkte der Wiener Städtischen Versicherung?

Heute stehen weniger einzelne Medien im Vordergrund, sondern große, crossmediale Plattform-Gedanken. So können wir einzelne Elemente im Rahmen einer integrierten Kampagne zu einem großen, stimmigen Ganzen verzahnen.

Wird die einprägsame Imagekampagne #einesorgeweniger auch 2022 fortgesetzt? In welcher Form?

#einesorgeweniger ist ein gutes Beispiel für die genannte Plattform. Wir wollen auf diesem starken Gedanken definitiv aufbauen und befinden uns aktuell in intensiven Vorbereitungen unseres nächsten Auftritts. Man darf gespannt sein! 

Welche Versicherungsbereiche stehen dieses Jahr im Fokus der Vermarktung?

2022 rückt die Wiener Städtische die Frauenvorsorge in den Fokus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Alters- und Gesundheitsvorsorge, da Frauen in diesen Bereichen den größten Vorsorgebedarf haben. Unter der Dachmarke Women’s Selection schaffen wir Bewusstsein für private Vorsorge und bieten unterschiedliche Lösungen im Service- und Produktbereich, die sich speziell an Frauen richten. Denn damit sie auch im Alter einen gesunden und finanziell abgesicherten Lebensstil genießen können, gibt es nur einen Weg: #frausorgtvor!

Im Vorjahr wurden Sie als Finance Marketer of the year ausgezeichnet – bitte verraten Sie unseren Leserinnen Ihr Erfolgsrezept für gelungene Werbung?

Ich fürchte, das absolute Erfolgsrezept ist noch nicht erfunden worden. Aber gerade das macht die Aufgabe auch so spannend. Man muss ständig am Puls der Zeit bleiben und sich in die Menschen hineinversetzen: Welche Sorgen beschäftigen sie? Wie können wir uns als Lebenspartner auf Augenhöhe positionieren? All diese Gedanken fließen zusammen und münden am Ende in eine Kampagnenidee.

Foto: Ulrich Zinell

Austrian Business Woman im Gespräch mit Kelly Marketing Director Petra Trimmel über die Untersuchung des heimischen Snackverhalten und sensationelle Knabberzahlen.

 

Es gibt wieder viele Innovationen 2022 auf die sich die Konsumenten freuen können. Unter anderem wird die „My special way“ Range erweitert und die Marke Soletti darf sich über einen Design Relaunch freuen“, sagt Mag. Petra Trimmel, die ganz genau weiß, was sich Konsumenten im Snackbereich wünschen.

Studie analysiert Snackverhalten der Österreicher

Im Herbst des Vorjahres wurde von Kelly eine Studie in Auftrag gegeben, die das Snackverhalten der Österreicher seit der COVID-Krise durchleuchtete. Drei wesentliche Trends wurden erkannt: Die Snack-Gelegenheiten haben sich geändert: Man snackt weniger auf der Couch, sondern mehr „on the go“. Es wird immer bewusster und aktiver geknabbert, Snackprodukte werden immer mehr auch als Jause eingesetzt.

Gleichzeitig ist der Wunsch nach Belohnung und Verwöhnung in der Coronakrise gestiegen. So ist es für 17 Prozent der Befragten wichtiger geworden, sich mit Snacks zu belohnen – und das empfinden viele mit Knabbereien verantwortbarer als mit Süßigkeiten. Dank der reduzierten Fett- und Salzzufuhr werden Kelly’s Snacks als durchaus wertvoller Genuss, den man sich bewusst gönnt, angesehen. Sie unterhalten, trösten, verwöhnen und machen das Leben ein bisschen leichter.

Der dritte und größte Trend ist das allgemeine Bewusstsein zur Regionalität, das seit Corona stark gestiegen ist. Wie und woraus die Produkte hergestellt werden und woher sie kommen, spielt eine noch wesentlichere Rolle. Heimische Kartoffel, ausgezeichnete Gewürze und österreichisches Getreide sind als hochwertige Snack-Inhaltsstoffe kaufentscheidend, wodurch das gesamte Kelly-Sortiment extrem positiv besetzt ist. Die Tendenz zu pflanzlich orientierter Nahrung wächst generell.

Dynamische Entwicklung

„Kelly startet mit Zuversicht und voller Elan in das neue Jahr 2022. Immerhin konnte Kelly den Marktanteil innerhalb des Segments Knabbergebäck 2021 auf 29,7 Prozent weiter ausbauen und ist somit erneut der größte Markenanbieter von Knabbergebäck. Der Gesamtmarkt inklusive Hofer und Lidl ist im Vergleich zum Jahr 2020 auf ähnlich hohem Niveau geblieben und erwirtschaftet einen Umsatz von 391 Millionen Euro“, so Mag. Trimmel. Die Snackkategorie habe sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt, besonders 2020 – im ersten Jahr der COVID-Krise – habe sich der Markt vergrößert.

„Dass sich die Kelly Produkt-Range innerhalb der Kategorie auf bereits hohem Niveau noch intensivieren konnte, freut uns besonders. Der Pro-Kopf-Verbrauch von salzigen Snacks liegt bei 4,82 kg damit befindet sich Österreich im europäischen Vergleich im Mittelfeld“, sagt die Marketing-Expertin und definiert auch gleich die Werbeschwerpunkte für dieses Jahr: „Diese ergeben sich Kampagnen- und Zielgruppenspezifisch, der Hauptfokus liegt auf TV und Digital.“

Foto: Kelly

Mit knapp 2.000 Mitarbeitern sorgt die die café + co International Holding für den Betrieb und das Service von Getränkeautomaten in Österreich sowie Mittel- und Osteuropa.

 

ABW sprach mit der Marketingleiterin über Herausforderungen, Perspektiven und Ziele im neuen Jahr.

Zwei Jahre Corona, jetzt ein nicht einschätzbares politische Schockszenario in der Ukraine – mit welchen Marketingaktionen erreichen Sie verunsicherte Kunden?
Die letzten beiden Jahre waren auch für café+co eine Herausforderung. Wir haben jedoch die Zeit genutzt um bei Kunden und Konsumenten nachzufragen, was sie sich von einem Vollversorger in der Betriebsverpflegung wünschen. Die Studienergebnisse zeigen ganz deutlich, dass höchste Qualitätsstandards und bester Geschmack von den Konsumenten verlangt wird.

Das gilt nicht allein für den Kaffee, sondern gleichermaßen für frische Snacks und Kaltgetränke. Als Qualitäts- und Serviceleader im Bereich Automaten-Catering bestärkt uns dies, unseren eingeschlagenen Weg weiter zugehen und konsequent auszubauen.

Dazu zählt auch die Herkunft der Produkte, die in unseren selbst produzierten frischen Weckerln in den Snack-Automaten angeboten werden. Daher legen wir ganz besonders Wert auf enge und langfristige Partnerschaften mit lokalen Produzenten aus dem Umkreis unserer Produktionsstandorte Graz und Linz.

Unter dem Motto „Gutes kommt von Nah!“ werden täglich rund 8.500 frische Weckerl eigenhändig von den Teams der café+co-Frischeproduktionen hergestellt und bereits bis zum Start der Bürozeiten in die Automaten gefüllt. Durch die regionalen Zulieferer ist auch die Vielfalt und Abwechslung in unseren Snack-Geräten garantiert.

Ihr Leitmotiv in nicht immer einfachen Zeiten?
Positiv in die Zukunft blicken und sich auch an kleinen Dingen erfreuen! Nach jeder schwierigen Zeit kommt auch wieder ein Hoch und auf dieses gilt es zielstrebig hinzuarbeiten.

Die Marketingbranche ist äußerst dynamisch und orientiert sich natürlich an Kundenwünschen. Was ist derzeit besonders gefragt? Welchen Vermarktungsschienen gehört die Zukunft?
Wir erleben derzeit eine Veränderung der Arbeitswelt. Homeoffice wird bis zu einem gewissen Grad bleiben, daher haben wir auch neue Geschäftsmodelle entwickelt, wie die mocca manufaktur – hier kann man auf Mietbasis eine Top-Kaffeemaschine mieten und wir liefern den Kaffee und die Füllprodukte wie Kakaomischungen. Die Befüllung und Reinigung erledigt der Kunde selbst und auf Wunsch bieten wir ein technisches Service. Die kleinen Tabletop-Geräte produzieren hervorragenden Kaffee, frisch gemahlen und sogar mit Frischmilch für einen perfekten Latte Macchiato. Also feinste Kaffeequalität für kleine Officeeinheiten.

Auch unserer Snack-Linie wird von Unternehmen immer stärker nachgefragt und war in Pandemiezeiten ein wichtiger Ersatz für geschlossene Gastronomie oder Kantinen.

Für uns ist hier in erster Linie die Kommunikation über online-Plattformen (wie unsere Website und Social Media) eine wichtige Schiene um mit dem Kunden in Erstkontakt zu treten – zusätzlich zu Empfehlungsmarketing. 

Eine Frage an Sie, als anerkannte Marketingexpertin: Welche Themen sollten Unternehmen keinesfalls unterschätzen?
Ganz wichtig ist für uns die Betreuung der Kunden und Konsumenten auch nach der Aufstellung der Geräte. Dabei erfährt man aus erster Hand, ob der Service und die Qualität passen, was besonders geschätzt wird, was es zu optimieren gilt und was sich der Kunde wünscht.  Dies sind wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Ihre Pläne für dieses Jahr?

Unseren eingeschlagenen Weg weiterhin konsequent zu verfolgen und auf beste Qualität- und Service setzen. Bei der Kaffeeversorgung stehen die Lösungen für die neuen kleineren Büroeinheiten im Fokus sowie dem Konsumenten das Bezahlen so angenehm und bequem wie möglich zu machen. Also über Karte oder die café+co- SmartPay-App.

Regionalität ist bei unseren selbst produzierten Snacks ein wichtiger Faktor. Beim Kaffee unterstützen wir beispielsweise mit dem Direktimport der grünen Bohnen für unseren Premium-Kaffee BULUNGI nach wie vor die Kooperative in Uganda.

Foto: cafe + co

Als Teil von BSH Central Europe Marketing orchestriert sie für Österreich die Marketingplanung und Aktivitäten für Haushaltsgroßgeräte der Marken Bosch, Siemens, Neff, Gaggenau und Constructa.

 

ABW im Interview mit Margareta Seiser, seit Februar Head of Marketing der BSH Österreich.

Margareta Seiser verantwortet in ihrer neuen Funktion die disziplinarische Teamführung und Weiterentwicklung unter anderem der fünf Abteilungen Brand Marketing, Product Marketing & Training, D2C Stores und Online-Shops, Showroom Stilarena und Consumer Experience Journey.

„Ich freue mich darauf, mit meinem vielseitigen, kompetenten Team einen signifikanten Beitrag dazu zu leisten, noch mehr Konsumenten und Geschäftspartner für unsere Marken zu gewinnen und sie dafür zu begeistern, wie wir mit unseren BSH Hausgeräten und zugehörigen digitalen Lösungen – etwa Home Connect – den Alltag der Menschen erleichtern“, so Seiser. Mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die unbeständiger, dynamischer und gleichzeitig komplexer geworden seien, habe sich die Arbeitswelt und der Lebensalltag der Menschen massiv verändert. 

In diesem Kontext möchte sich die Marketing-Expertin im Sinne eines agilen Mindsets auch selbst beruflich und privat weiterentwickeln und stets dazulernen. Was sie besonders an ihrer neuen Aufgabe schätzt? Das strategisch Richtige operativ voranzutreiben und dabei im Sinne eines professionellen Schnittstellenmanagements alle relevanten Stakeholder mit an Bord zu haben. Hierbei sei es wichtig, gleichzeitig das unternehmerische „big picture“ sowie menschliche Bedürfnisse im Auge zu behalten. 

Neues Leben für gebrauchte Geräte

Dieses Jahr hat die Managerin einiges geplant. „Der erste große Schwerpunkt 2022 ist ein branchenweit einzigartiges Pionierprojekt, das wir in Österreich als Pilotland umsetzen durften. Im Sinne des gelebten Unternehmenswertes „Nachhaltigkeit“ bieten wir seit Februar erstmalig „Refurbished“ Waschmaschinen der Marke Bosch über unseren Onlineshop an. Das bedeutet, dass wir Waschmaschinen, die verschrottet werden würden, stattdessen zurückholen, professionell wiederaufbereiten und hygienisch reinigen, um ihnen ein zweites Leben zu schenken“, erzählt Margarete Seiser. 

Auch die anderen Marken hätten spannende Schwerpunkte geplant. „Was Produktneuheiten und Kampagnen betrifft, darf ich leider noch nicht zu viel verraten, ich verspreche aber, dass wir weiterhin mit Innovationen und Design begeistern werden. Höchste Priorität hat dabei grundsätzlich die Ausrichtung aller Aktivitäten an den Bedürfnissen der Endkunden“, so Seiser, deren Interesse an Marketing in der Jugend erwachte, als sie im Rahmen eines Nebenjobs das grundsätzliche Marketingerfolgsprinzip in der Praxis erlernte: nämlich für das Bedürfnis bzw. die Probleme der Zielgruppe die jeweils beste Gesamtlösung anzubieten und zielgruppengerecht zu kommunizieren. 

Ihr Tipp an alle Branchen-Neueinsteigerinnen: Neben einer einschlägigen Ausbildung auch Praktika absolvieren, sowie Auslandsaufenthalte, die das interkulturelle Verständnis und die Agilität fördern. Auch Unterstützung durch Mentoren zu suchen und anzunehmen, sei der Karriere förderlich. 

Zur Person

Margareta Seiser studierte Internationalen Betriebswirtschaft an der Universität Wien. Ihre Karriere startete vor mittlerweile 19 Jahren im Brand Management der Coca-Cola Company, wo sie für die strategische und operative Markenführung verantwortlich war.

In den Folgejahren entwickelte und leitete Seiser auch bei Nordsee und Unibail-Rodamco für die Shopping Center SCS und Donau Zentrum die Bereiche Marketing und PR. Später war sie Head of Marketing und Corporate Communications in der Fachhochschule Wiener Neustadt und absolvierte eine Weiterbildung im Bereich CSR. Zuletzt verantwortete sie das Marketing und die PR unter anderem für die Marken Egger Bier, Radlberger sowie Granny´s – Produkte der Egger Getränkegruppe.

Foto: Sabine Klimpt

Seit 2019 ist sie Pressesprecherin von ISS Österreich, seit Jänner 2022 gehören auch die Bereiche Marketing, Presse sowie Unternehmenskommunikation zu ihrem Verantwortungsbereich.

 

In der neu geschaffenen Rolle als Head of Marketing & Communication ist sie maßgeblich für die Stärkung der Markenbekanntheit, der weiteren Professionalisierung der internen Kommunikation sowie der Social Media- und PR-Aktivitäten bei ISS Österreich verantwortlich. 

„Wir sind seit über 65 Jahren erfolgreicher Marktführer für Facility Services mit einer klaren Strategie für die Zukunft. In diesem Jahr wollen wir aktiv unsere Marktpräsenz stärken und uns über unsere Branchengrenzen hinweg als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Vertreten sind wir nicht nur in der Reinigung, sondern auch im Bereich Gebäudetechnik sowie Betriebsgastronomie. Aktuell beschäftigen wir uns intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit und Diversität. 70 Prozent unserer rund 7.000 Mitarbeitenden sind Frauen, insgesamt sind mehr als 90 Nationen bei uns tätig“, so die neue Marketing-Managerin, die sich – als Unterstützer der UN Women’s Empowerment Principles – künftig noch stärker für Gender Equality, Vielfalt und Inklusion engagieren will.

In diesem Zusammenhang ist eines der Schwerpunktthemen 2022 ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und wie Frauen noch besser unterstützt und für Führungspositionen qualifiziert werden können. Für 2023 wird an einem Kinderbetreuungsangebot gearbeitet um damit die Arbeitgeberattraktivität weiter zu stärken.

Auch im Bereich der Nachhaltigkeit hat sich das Unternehmen Ziele gesetzt: Bis 2040 soll weltweit für alle Emissionskategorien (Scope 1 bis 3*) eine Netto-Null-Bilanz erreicht werden. Besonders im Bereich taste’njoy – der Betriebsgastronomiemarke – seien für 2022 zahlreiche Maßnahmen in Umsetzung: etwa die Einführung einer plant based Menülinie, Lebensmittelabfälle drastisch zu reduzieren aber auch den Co2 Fußabdruck je Speise abzubilden.

Der Reiz der Vielfalt

Die vielen Facetten von ISS Österreich, sind für Isabella Waldbauer-Schulner besonders faszinierend. „Allen voran die Themenvielfalt und die unterschiedlichen Kampagnen und Projekte, die wir laufend umsetzen können. Nach wie vor haben wir mit einem tradierten Bild zu kämpfen: ISS ist in Österreich primär als Reinigungsdienstleister bekannt. Für uns ist mehr denn je wichtig, uns nicht nur in der Branche, sondern in der breiten Gesellschaft als Marktführer für Reinigung, Gebäudetechnik und Betriebsgastronomie zu etablieren, der sowohl für Kunden als auch für (potentielle) Mitarbeiter viel zu bieten hat“, so Waldbauer-Schulner, deren Interesse für die Themen Kommunikation und Marketing bereits frühzeitig erwachte.

„In meiner Tätigkeit für eine Wiener Kommunikationsagentur konnte ich namhafte Kunden bei großen strategischen Herausforderungen begleiten – wie Neupositionierung, Krisenkommunikation oder Kulturwandel und habe hier mein Interesse für strategische Prozesse festgestellt. Als Dozentin an der FH St. Pölten gebe ich mein Wissen an Studierende weiter, lerne aber zugleich auch von ihnen. Die Offenheit und die Möglichkeit, verschiedene Perspektiven einzunehmen bzw. eine Herausforderung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, sehe ich als wichtige Eigenschaft jeden Kommunikators.“ Und: Aufgeschlossen für Trends und neueste Entwicklungen zu bleiben, sei gerade in ihrem Umfeld unabdingbar.

Foto: ISS Österreich

Warum Strategien für den Unternehmenserfolg wichtig sind und nur relevante, empathische Botschaften bei den Menschen ankommen, verrät Jana David-Wiedemann im ABW-Interview.

 

„In der Werbung hat sich viel getan. Ich bin heute mehr denn je davon überzeugt, dass Kreativität den Unterschied macht. Aber nicht irgendeine, sondern strategisch fundierte Kreativität“, sagt Jana David-Wiedemann auf die Frage, welchen Vermarktungsschienen die Zukunft gehöre.

Bei BBDO setze man deshalb mit vollem Bewusstsein auf Strategie: „Sie ist der Anfang aller Dinge und entscheidet, wie es weitergeht. Es geht um know-how- und toolbasierte Strategie, die Daten, Kulturen und Trends kennt und Unternehmensherausforderungen und -chancen identifiziert. Daraus ergeben sich individuelle Maßnahmen – die Möglichkeiten sind ja heute vielfältiger denn je. Altbewährtes kann Lösungen bieten, genauso wie neuere Entwicklungen wie zum Beispiel das Metaverse und damit einhergehend Augmented Reality oder Shoppable Content via Instagram oder TikTok“, so die Diplom-Psychologin, die davon überzeugt ist, dass Werbungkommunikation die Menschen auch in herausfordernden Zeiten erreichen kann – wenn sie relevant ist.

„Die Fragen, die wir uns stellen müssen, lauten: Welcher Purpose steckt hinter der Kampagne oder dem Kommunikationsanlass? Warum sollte uns jemand zuhören? Was können wir für die Menschen tun? Was bietet einen echten Mehrwert, was berührt sie zumindest? In der Kommunikation geht es heute mehr denn je um Empathie – das ist übrigens nicht nur der Fall, wenn wir Krisenzeiten durchleben. Viel mehr ist das unsere tägliche Handlungsmaxime. Wenn wir nichts Sinnstiftendes zu sagen haben, sollten wir lieber schweigen“, sagt die Präsidentin von Strategie Austria.

Darauf sollten Unternehmen achten

Die Menschen seien anspruchsvoller geworden und würden sich Qualität und guten Content erwarten. Das ungeschriebene Regelwerk nehme zu – die Tonalität verändere sich, Schwarz-Weiß-Denken und Lagerbildungen würden sich intensivieren – Punkte, die Unternehmen berücksichtigen sollten, um erfolgreich zu bleiben, meint die gebürtige Berlinerin.

„Aus meiner Perspektive als Kommunikatorin und Psychologin räume ich zudem der internen Kommunikation einen großen Stellenwert ein. In einer unsicheren Wirtschaftslage sollten Unternehmen besonders darauf achten, ein Verständnis für Konsumenten aber auch ihre Mitarbeiter als Menschen zu haben. Der vielgenannte „War of Talents“ ist Realität. Nach außen hin kommt es darauf an, relevante Themen zu kommunizieren: Unternehmen sollten über etwas sprechen, was den Menschen wichtig und wertvoll ist. Gesellschaftliche Themen wie Frauenkarrieren und Bildung, Umweltthemen, soziale Aspekte – das sind Themen, die berühren und somit auf der Agenda vieler Unternehmen nach oben rücken müssen. Und: Kreativität und Ideen müssen immer Spannung erzeugen – als Antwort auf die zunehmende Resignation. Ob mittels Humor oder einem emotionalen Spin: Die Botschaft muss bedeutsam sein, die Tonalität einladend.“

Einen neuen Spirit entfachen
Und was hat die Agentur-Managerin dieses Jahr geplant? „Werbung heute kann so viel mehr. Bei Markenkommunikation geht es nach wie vor um das „Ich möchte als Brand gesehen werden“ – es muss jedoch mit dem „Berühren durch Purpose und authentischem Erlebnis“ im Einklang stehen. Auch widmen wir uns nach wie vor unserer Neupositionierung als BBDO Group. Damit verändern wir nicht nur unseren Auftritt und unsere Firmierung: Wir definieren auch neu, wie künftig gearbeitet wird. Recruiting und Mitarbeiterbindung sind hochrelevante Themen. Es gilt jetzt, die Faszination von Kommunikation und Werbung wieder zu steigern. Wir wollen insbesondere bei Young Potentials die Lust auf kreatives Arbeiten erzeugen, und ihnen ein Arbeitsumfeld bieten, in dem sie sich entfalten können. Gemeinsam mit unserem 70-köpfigen Team möchten wir einen neuen Spirit entfachen – nach vielen Monaten im Home Office. Und auch wichtig für 2022: Wir wollen mit unseren Kunden Freude an unserer Arbeit haben“, so David-Wiedemann, die auch in schwierigen Zeiten stets zuversichtlich bleibt.

Es gelinge ihr, in dem sie nach vorne schaue, auch wenn es noch so schwierig sei. „Der Blick voraus – auf neue Möglichkeiten und Chancen – hilft uns dabei, uns zu entwickeln und voranzukommen. In Schockstarre zu verfallen, entspricht mir gar nicht, denn irgendwo wird man immer etwas Sinnvolles beitragen können. In der Kommunikation können wir so viel erreichen: Klarheit schaffen, Fakten aufzeigen, Zeichen setzen, Emotionen auslösen.“

Über BBDO Wien

BBDO Wien gehört neben DDB Wien und Team X Wien zu den drei Agentur-Marken unter dem Dach der BBDO Group Kreativagenturen GmbH und ist seit vielen Jahren eine der führenden Agenturen am österreichischen Kommunikationsmarkt. Die Geschäftsführung der Agentur hat Strategie-Expertin Jana David-Wiedemann inne, gemeinsam mit Thomas Tatzl und Andreas Spielvogel.

In ihrer Arbeit für ein diverses Kundenportfolio setzt die mehrfach ausgezeichnete Agentur auf strategische Markenführung und Positionierung, kreative Umsetzungen und smarte digitale Lösungen. BBDO Wien steht dabei insbesondere für die Integration von Strategie und Empathie in der Beratung. Auch punktet die Agentur mit einem starken Planning-Team, das sich mit Konsumentenverhalten, Zukunftstrends oder den Marktbedingungen intensiv beschäftigt. 

Foto: BBDO Wien

Auszeichnungen, Lob und Anerkennung von Kunden und Branchenkollegen – Himmelhoch überzeugt seit 2007 mit eindrucksvollen Leistungen. Ein ABW-Interview mit Agenturgründerin Eva Mandl.

 

Dieses Jahr feiert Ihre Agentur 15. Geburtstag – was ist diesbezüglich geplant?
Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Wir blicken auf 15 intensive Jahre zurück und freuen uns auf viele weitere. Wir werden agenturintern gemeinsam ein wenig feiern, obwohl in der Ukraine der Krieg tobt und Covid uns immer noch fest im Griff hält. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, werden wir uns Zeit nehmen und miteinander auf 15 erfolgreiche Jahre anstoßen.

Hochgelobt und vielfach ausgezeichnet – was ist das Erfolgsgeheimnis von Himmelhoch?
Unsere Erfolgsformel lautet E = L x K2 (Erfolg = Leistung x Kommunikation2). Dazu kommt, dass wir als einzige PR-Agentur in Österreich schon seit Jahren ISO 9001-zertifiziert sind, um bestmögliche Qualität sicherzustellen. Das wichtigste ist dabei, dass wir mit Herzblut an unsere Projekte herangehen und täglich Begeisterung und Freude haben, bei dem was wir tun. Das ist natürlich nur möglich, wenn sowohl alle Himmelhoch Mitarbeiter fachlich und menschlich zu den Besten zählen, als auch unsere Kunden innovativ, nachhaltig und auch manchmal mutig sind.

Zwei Jahre Corona, jetzt Krieg mitten in Europa – wie motivieren Sie Ihre Kunden und sich selbst?
Das sind zwei unterschiedliche Dinge. 

Erstens Corona: Wir haben Corona von Anfang an als eine Gelegenheit für proaktive und informative PR gesehen. Gerade in der Krise ist Kommunikation essenziell wichtig. Mitarbeiter, Stakeholder, Lieferanten und Kunden müssen kontinuierlich, aufrichtig und zielgenau informiert werden, damit das Vertrauen nicht nur erhalten, sondern auch gestärkt wird. Dazu kommt die Chance, innovative, digitale Kommunikationskanäle zu entwickeln, bzw. auszubauen. Denken Sie nur an hybride Events, Online-Konferenzen und Homeworking. Vieles, entstanden in der Krise, wird danach bleiben.
 
Zweitens Russland/Ukraine: Das ist ein extrem trauriges Thema, weil wir PR-technisch meistens nichts oder nur wenig tun können. Wir alle sind entsetzt über diesen völkerrechtswidrigen Überfall der russischen Föderation auf ein unabhängiges und freies Land. Grundsätzlich sind wir alle aufgefordert mitzuhelfen, Fake-News zu vermeiden. Aber auch bestehende und neue Kundenbeziehungen werden von uns dahingehend gescreent, ob nicht direkt oder indirekt der russische Angriffskrieg unterstützt wird. Zusammenarbeit und Kooperationen mit russischen Unternehmen oder Organisationen, auch wenn sie noch so lukrativ wären, kommen für uns derzeit nicht in Frage.

Ihre Agentur bietet ein breites Leistungsspektrum – welche Angebote wurden von den Kunden in den vergangenen beiden Jahren besonders gerne in Anspruch genommen?
Der Fokus unserer Kunden lag eindeutig auf PR und Social Media. Dazu gehören die klassische Medienarbeit wie Presseaussendungen, Interviews und hybride Pressekonferenzen. Auch viele Redaktionstouren haben wir, natürlich unter Einhaltung aller Covid-Bestimmungen, durchgeführt. Physische Events fanden leider kaum statt.

Ihre Pläne und Ziele für 2022?
Die Praxis zeigt, dass PR im der Kommunikation immer wichtiger wird – wir sind überzeugt, dass PR DIE Zukunftsdisziplin ist. Mit hochwertigem Content und einer smarten Strategie generieren Unternehmen hohe Reichweiten. Wichtig dabei ist die Kombination von Paid-, Earned-, Shared- und Owned-Media. Deshalb steht die möglichst perfekte Symbiose dieser Disziplinen bei uns im Fokus.
 
Wir sind außerdem gerade intensiv dabei, unsere Digital Unit auszubauen, weil dafür naturgemäß große Nachfrage herrscht, die noch weiter steigen wird. Wir werden uns im heurigen Jahr in der digitalen Kommunikation personell und organisatorisch stark weiterentwickeln.
 
Priorität hat generell, dass wir immer mehr Spezialisten in verschiedenen Bereichen aufnehmen, da Allrounder*innen die gestiegenen Anforderungen nicht mehr ausreichend abdecken können. Wichtig dabei ist, dass wir bei Neueinstellungen auch viel Wert darauf legen, die Integration der Neuen in das bestehende Himmelhoch-Team zu gewährleisten, damit alle Kräfte gebündelt und synchronisiert werden, um unseren Kunden die besten Ergebnisse liefern zu können.

Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Wir blicken auf 15 intensive Jahre zurück und freuen uns auf viele weitere. Wir werden agenturintern gemeinsam ein wenig feiern, obwohl in der Ukraine der Krieg tobt und Covid uns immer noch fest im Griff hält. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, werden wir uns Zeit nehmen und miteinander auf 15 erfolgreiche Jahre anstoßen.

Foto: Himmelhoch

Sie kann auf zehn Jahre Berufserfahrung im PR-Bereich zurückblicken, seit Sommer des Vorjahres verstärkt sie als Managerin das Team von gurkerl.at. Ihr Credo: Gut gibt´s nicht, es geht immer besser.

 

Welche Bereiche umfasst lhr Aufgabengebiet bei gurkerI.at?

Mein Verantwortungsbereich umfasst die strategische Gestaltung und operative Umsetzung der gesamten PR-Aktivitäten von gurkerl.at. Dies betrifft die Jahresplanung der Presse- und Kommunikationsschwerpunkte des Unternehmens und deren komplette Umsetzung.

Weiters zählen die strategische PR- Abstimmung mit der gesamten Rohlik-Gruppe, die interne Kommunikation mit den über 900 Mitarbeitern von gurkerI.at, der kontinuierliche Austausch mit allen Medienvertretern und den damit verbundenen Tätigkeiten wie etwa dem Verfassen von Presseinformationen und der Organisation von Interviews, die Betreuung des unternehmenseigenen Linkedln-Accounts und die Organisation der Teilnahme an Branchenveranstaltungen, unter anderem zu meiner Agenda.

Seit August des Vorjahres sind Sie PR-Managerin bei gurkerI.at - was fasziniert Sie besonders an lhrer neuen Tätigkeit?

Die größte Faszination liegt für mich darin, die PR-Strategie von gurkerI.at entsprechend unserem steilen Wachstumskurs und dem damit verbundenen hohen Arbeitstempo laufend flexibel und kurzfristig anzupassen. Wir hinterfragen uns ständig selbst und möchten uns laufend verbessern. Gut gibt’s nicht, denn es geht immer noch  besser. Höchster Kundenservice ist unsere Leidenschaft und wir nehmen unsere Beschreibung „Österreichs innovativster Online-Supermarkt“ wortwörtlich.

Worauf kommt es  bei  der  erfolgreichen Vermarktung eines Online-Supermarktes an?

Der Einkauf im stationären Supermarkt ist ein seit Generationen gelerntes Verhalten. Unsere Aufgabe ist es, Konsumenten dazu zu bringen, Neues auszuprobieren und offen uns gegenüber zu sein. Unser Ziel ist es, die Erwartungen unserer Kunden bei jeder Bestellung zu übertreffen und ein noch nie dagewesenes und einzigartiges Einkaufserlebnis für sie zu schaffen - der ganzen Customer Journey entlang. Wir möchten eine langfristige, vertrauensvolle Beziehung mit unseren Kunden aufbauen. 

Welche Variante des Vermarktungsjobs gefällt lhnen besser:  Auf Kunden- oder Agenturseite?

Beide „Ufer des Kommunikationsflusses“ haben Vorteile. Ich möchte mich daher nicht festlegen. Unternehmensseitig sind die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten größer und die Kommunikation erfolgt oft effizienter, da man direkt „an der Ouelle“ sitzt. Agenturseitig ist der Mix an Themen und Aufgaben reizvoll, der sich durch das diverse Kundenportfolio ergibt.

Welche werblichen Aktivitäten sind seitens gurkerI.at dieses Jahr geplant?

Unser werblicher Fokus liegt weiterhin im digitalen Bereich mit einigen High-Impact Ideen. Teilweise werden wir diese auch in der analogen Welt involvieren. Wir möchten unser Einkaufserlebnis noch persönlicher gestalten und unseren einzigartigen Service noch sichtbarer machen. Außerdem werden wir unsere Partnerschaften mit regionalen Lieferanten forcieren und diese vor den Vorhang holen.

Abschließend Ihr persönliches Rezept, um beruflich erfolgreich zu sein?

Ein ausgeglichenes und erfüllendes Privatleben, denn ohne innere Balance geht einem beruflich irgendwann die Luft aus.

Foto: Philipp Lipiarski

Sie ist selbständige Finanzkommunikationsberaterin und war Mitglied des PRVA-Vorstands von 2011-2017, im Vorjahr wurde sie Geschäftsführerin des Wissenschaftlichen Senats des PRVA.

 


Bitte beschreiben Sie uns kurz Ihr neues Aufgabengebiet?

Mit meiner Finanzkommunikationsagentur UKcom Finance GmbH betreue ich österreichische Unternehmen am Kapitalmarkt in der Kommunikation zu Ihren Investoren. Meine Ansprechpersonen auf Unternehmensseite sind in diesem Bereich Vorstände und IR-Manager.

Vom Börsegang bis hin zu Kapitalerhöhungen und der Regelpublizität biete ich gemeinsam mit strategischen Agenturpartnern das gesamte Spektrum der Kapitalmarktkommunikation ab. Das Feld ist sehr spezifisch und die Stakeholdergruppen sind Investoren, Analysten, Rating-Agenturen, die regulierenden Behörden sowie die die Finanzmedien. Zusätzlich bin ich noch an drei Fachhochschulen als externe Lektorin tätig, bin Vorstandsmitglied einer Familienprivatstiftung und führe seit Mai dieses Jahres ehrenamtlich die Geschäfte des Wissenschaftlichen Senats des PRVA.

Sie sind seit Kurzem Geschäftsführerin des Wissenschaftlichen Senats des PRVA – Ihr bisheriges Résumé?

Der Vernetzung von Wissenschaft und Praxis nimmt eine zentrale Rolle ein – egal ob in der PR oder in anderen Branchen und Segmenten. So kann die Wissenschaft ohne die Praxis nicht forschen und sich die Praxis ohne die Wissenschaft nicht fundamental und strategisch weiterentwickeln.

Mit dem Wissenschaftlichen Senat des PRVA wollen wir diese Brücke im PR-Bereich bauen und die Praktiker eng mit der Wissenschaft verbinden. Bereits gelungen ist es meiner Vorgängerin Dr. Ingrid Vogl, dass beinahe alle österreichischen PR- und Kommunikationsinstitute über unseren Think Tank mit im Boot sind und sich untereinander austauschen.

Der Franz Bogner Wissenschaftspreis für PR zeichnet auch die besten wissenschaftlichen PR-Arbeiten in Österreich aus und stellt die ausgezeichneten Studierenden vor den Vorhang. Was uns jedoch noch fehlt, sind mehr Senatoren, die wir aus der Praxis auf CEO und Kommunikationsleiterebene gewinnen wollen, die die Plattform des Wissenschaftlichen Senats als ihr Tor zur Wissenschaft nutzen und sich hier Trends und aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse abholen. Daran arbeite ich gerade mit einem kleinen Kernteam.

Was fasziniert Sie besonders an Ihrer Tätigkeit?

Am meisten fasziniert mich an meiner Arbeit, dass sie so vielfältig und abwechslungsreich ist. Kein Tag ist wie der andere und in der Früh weiß ich oft noch nicht, was alles auf mich zukommt. Die Ergebnisse der Investor Relationsberatung lassen sich über die Monate und Jahre gut im steigenden Aktienkurs und höheren Marktkapitalisierung ablesen.

Damit ist die Börse ein klares Spiegelbild von klarer Investorenkommunikation. Weiters finde ich an meinem Aufgabengebiet besonders wertvoll, dass ich mit sehr vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten zu tun habe. Den Austausch mit den Studierenden schätze zusätzlich sehr.

Diese Vielfältigkeit inspiriert mich und ich entdecke für mich immer wieder neue Vorbilder. Das Dreieck Kommunikationsarbeit – Investor Relationsarbeit – Wissenschafts-PR bildet für mich das große Ganze. 

Welche Herausforderungen haben für Sie in den kommenden Jahren Priorität? 

Wie auch die großen Konzerne und Industrieunternehmen steht auch die IR und PR-Branche vor dem großen Thema des Vorantreibens und Voranschreitens der Digitalisierung. In diesem Zusammenhang wird es in den nächsten Jahren große Veränderungen geben, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz auch zur weiteren automatisierten Erstellung von Inhalten und Publikationen führen wird.

Weiters ist die Kommunikationsbranche gesamt auch stark gefordert, dem Thema Nachhaltigkeit einen Fokus zu geben. Ob in der integrierten Unternehmenskommunikation oder in der Investor Relations Arbeit: Das Thema Nachhaltigkeit wird uns jeden Tag treiben und wir sind gefordert, die strategischen Ansätze des TOP-Managements sowie die operative Umsetzung einzelner Maßnahmen in die Kommunikationsarbeit aufzunehmen und mit der richtigen Vision, Positionierung und den richtigen Botschaften die Wachstums-Story der Unternehmen zu untermauern! Bei dieser Themensetzung kann uns die Wissenschaft auf Basis von wissenschaftlichen Studien gute Unterstützung bieten.

Ihre Wünsche und Ziele für 2022?

Ich hoffe, dass es uns gesellschaftliche gelingt, die COVD-19-Pandemie lokal und global wieder stark in den Griff zu bekommen und wir die positiven Veränderungen aufgrund der Krise in der Arbeits- und Kommunikationswelt auch zukünftig mitnehmen sowie den Digitalisierungsschub nicht wieder einschlafen lassen.

Dennoch würde es mich freuen, wenn Kommunikationsarbeit in vielen Bereichen auch wieder stark auf persönlicher Ebene stattfinden kann, denn PR- und IR-Arbeit ist Beziehungsarbeit und baut auf Emotionen. Um diese zu transportieren, bedarf es jedoch der persönlichen Gespräche!

Foto: Ute Greutter

Wer sein Portfolio bekannt machen und den Abverkauf steigern möchte, benötigt zielgenaue Werbung – vor allem online. Doch wo genau tummelt sich die passende Zielgruppe? 

 

Kundenakquise ist einfach unverzichtbar. Ob überregional agierendes Unternehmen mit lokalen Verkaufsstellen oder Einzelunternehmung – alle stehen vor der gleichen Herausforderung: Sie benötigen eine zielgerichtete, lokale Platzierung ihrer Werbebotschaften, um Kunden zu gewinnen.

Targeting lautet hier das Zauberwort, dass, wenn richtig betrieben, Interessenten aus dem Netz zum regionalen POS führen kann. Dabei sollte die Maxime lauten: die richtige Botschaft für die richtige Person zur richtigen Zeit im richtigen Umfeld.

Analyse des Surfverhaltens                                                                                                      

Kaufentscheidungen reifen oftmals im Rahmen einer noch markenunabhängigen Vorinformation über digitale Touchpoints wie Suchmaschinen, soziale Netzwerke oder Erfahrungsberichte auf Internetportalen. Das bietet Herstellern und Händlern die Gelegenheit, in den Recherchezyklus der Käufer einzutreten und diese gezielt und passend zu ihrem aktuellen Informationsbedarf anzusprechen. 

Auf Userinteressen basierendes Targeting kann den Kaufentscheidungsprozess innerhalb der Customer Journey essenziell beeinflussen, das gilt ebenso für den Online- als auch den stationären Handel. Auf dem Weg der Entscheidungsfindung hin zum Produktkauf können Werber gezielt und am Bedarf orientierte Werbeimpulse setzen und Interessierte zu einer bestimmten Marke, Händler-Präferenz oder einem Produkt führen.

Doch wie funktioniert das? Die technischen Möglichkeiten der digitalen Welt und die Verknüpfung von Userdaten erlauben es, Werbung nahezu unabhängig vom thematischen Kontext individuell auf eine bestimmte Zielgruppe hin ausgesteuert auszuspielen. Hierzu werden die Intention des Internetnutzers sowie seine Affinität zu einem bestimmten Thema, sein digitaler Fußabdruck also, analysiert. Hat der User nach einem Auto gesucht, dann sollte er beim nächsten Besuch im Internet, auch wenn er sich zum Beispiel gerade die aktuellen Tagesnachrichten anschaut, Angebote zum Autokauf angezeigt bekommen.

Die programmatische Ausspielung der Werbemittel ist in Echtzeit und auf vielen unterschiedlichen Internetportalen möglich – eben da, wo der User sich gerade aufhält und passend zu seiner bekannten Interessenslage. So können Werber durch vorab gesammeltes Wissen maßgeschneiderte Werbebotschaften senden.

Search online – buy offline                                                                                                  

Doch dieses digitale Sich-immer-wieder-in-Erinnerung-Rufen ist nur ein Schritt auf dem Weg zu einer Conversion im Netz. Wichtig ist auch, den Interessenten mit den jeweils zu seinem Fortschritt in der Customer Journey passenden Inhalten zu versorgen und ihn schließlich zum regionalen POS zu leiten.

Aus Sicht möglicher Interessenten tritt bei der Internetrecherche häufig die Marke beziehungsweise das Unternehmen selbst in Erscheinung, auf der lokalen Ebene hingegen gibt es kaum Sichtbarkeit für die einzelnen Händler in der Umgebung der potentiellen Kunden. Die tatsächliche Customer Journey ist damit nicht ausreichend berücksichtigt, weil bei der Online-Recherche der Interessenten der Link in die Region und damit zum Händler, bei dem der Kauf tatsächlich getätigt werden soll, fehlt. Mögliche Folge: Interessenten kaufen beim besser sichtbaren lokalen Wettbewerber.

Der Mix macht´s                                                                                                                          

Aber einzig und allein auf userindividuelles Targeting zu setzen, wäre zu kurz gedacht. Denn nur die Verzahnung von traditionellen Offline- und Online-Medienangeboten bringt den gewünschten Erfolg. Die höchste Wirkung erzeugen Werber nachweislich mit einer leicht variierenden, aber wiedererkennbaren Botschaft auf unterschiedlichen Kanälen.

Targeting sorgt dabei für eine hohe Kosteneffizienz, weil Händler nur Interessierte und damit potentielle Kunden ansprechen können. Fazit: Zielgerichtetes Targeting, das heißt, die Konzentration auf den kaufbereiten und in diesem Moment für die Nachricht empfänglichen Nutzer, ist elementar. Und dies nicht nur im klassischen E-Commerce, sondern auch und gerade am Absprungpunkt von digitaler Vorinformation hin zu stationärem Kauf. Hier liegen große Potentiale, die es zu heben gilt.

Foto: moccamedia

Sie ist nicht nur eine der renommiertesten Ernährungswissenschafterinnen in Österreich, sondern auch die aktuell erfolgreichste. 

 

Dr. Claudia Nichterl hat bereits mehr als 8.000 Beratungen und 1.000 Kochkurse geführt, hunderte Ernährungsexperten ausgebildet und über 30 Fachbücher publiziert. Und ausgerechnet im „Corona-Jahr“, als viele ihre berufliche Existenz massiv bedroht sahen, startete die 50-Jährige ein neues Online-Business.

Sie konzipierte ein innovatives, zeitgemäßes und qualitativ hochwertiges Ausbildungsprogramm, gründete die „Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung“ und legte sogleich mit dem ersten Lehrgang los. 

Das war vor genau einem Jahr – und das Konzept ging mehr als auf: Über 100 Absolventen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wurden seither zu zertifizierten Ernährungsexperten ausgebildet, der dritte Lehrgang läuft derzeit, im Oktober startet der vierte. Dr. Claudia Nichterl ist dabei nicht nur die Top-Expertin und Business-Mastermind, sondern zugleich ein Role-Model: Sie macht anhand der eigenen Geschichte klar, dass es neben der Ernährung auch um eine Lebenseinstellung geht, seinen eigenen Weg abseits von Modetrends und Diätvorgaben zu finden.

Oberstes Ziel ist es, sich gesund zu fühlen und dabei alle zur Verfügung stehenden Hilfsmittel zu Rate zu ziehen. Gesundheit und Lebensfreude für mindestens eine Million Menschen – das ist ihre Mission. 

„Ich wusste schon immer, was ich vermitteln will: Dass Ernährung „leicht“ ist, „Einfach essen – leichter leben“. Die Rechnung ist einfach: Wenn ich an der Akademie 1.000 Menschen ausbilden, ihnen alles beibringe, was ich selbst gelernt habe, ihnen den Weg verkürze, damit sie rasch und punktgenau die besten Ernährungstipps geben können, und wenn diese Menschen im Laufe ihrer Tätigkeit auch 1.000 Menschen betreuen, dann machen wir gemeinsam eine Million Menschen gesünder“, so Dr. Nichterl, die sich noch genau an den ersten Lockdown erinnern kann: „Er war mein Highlight. Irgendwie verrückt. Doch in dieser Zeit bekam ich viel positives Feedback. Warum? Eigentlich habe ich bloß täglich mein Mittagessen gekocht – live auf Facebook. Die Rezepte und Tipps zur Vorratshaltung gab es zum Download. Ich fühlte mich nicht alleine – ich kochte, was ich liebe, und wurde von vielen begleitet. Das Feedback war unglaublich – wenn ich daran denke, bin ich noch immer tief bewegt.“

Win-Win-Perspektive

Neben profundem Ernährungswissen wird den Teilnehmern von Claudia Nichterls Kursen auch ein neues berufliches Standbein ermöglicht. So ist die 8-monatige berufsbegleitende Ausbildung geeignet für allgemein ernährungsinteressierte Menschen jeden Alters, für Menschen, die mit einer gesundheitsorientierten Ausbildung einen beruflichen Weg einschlagen möchten und als Fortbildung bzw. Zusatzkompetenz für bildungsinteressierte Menschen aus dem Gesundheitsbereich, wie z. B. Ärzte, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Krankenschwestern und -pfleger, Hebammen, Heilpraktiker, Diätologen und Ernährungsberater, aber auch Kosmetikerinnen, Friseure, Masseure, Fitnesstrainer, Coaches etc.

„Wir unterstützen einerseits die Zielgruppe der hilfesuchenden Privatpersonen, wir tragen aber auch mit fast ausschließlich digitalen Medien und Bildungsangeboten zur Professionalisierung von selbstständig wirkenden Unternehmen bei und decken deren Informationsinteressen nach Integrativer Ernährung auf wissenschaftlichem und praktikablen Niveau ab“, so Dr. Claudia Nichterl.

Die Ausbildung

  • Know-how. „Wichtig ist uns, dass wir komplexe Zusammenhänge auf eine leicht verständliche, praktikable und alltagstaugliche Weise vermitteln. Wir geben ernährungswissenschaftliches Wissen auf höchstem Niveau weiter und beziehen dabei tradiertes Volkswissen aus unterschiedlichen Kulturen mit ein. Die psychologische Komponente in Bezug auf Ernährung, aber auch das Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) sowie Heilkräuterkunde spielen dabei eine große Rolle“, erklärt Dr. Claudia Nichterl. „Wir sind innovativ, vielseitig vernetzt, medial präsent und haben den Anspruch, dass unsere Online-Bildungsveranstaltungen zu den besten im deutschsprachigen Raum gehören.“
  • Digitalisierung. „Wir unterstützen unsere Teilnehmer in einer digitalisierten Welt. Wir verwenden die modernsten unternehmerischen Ansätze und lassen uns durch die Digitalisierung inspirieren.“
  • Respekt & Chancengleichheit. „Bei der Vermittlung von Wissen ist uns ein wertschätzender und respektvoller Umgang mit Menschen und Themen sehr wichtig. Die Akademie steht allen Menschen offen, unabhängig von Geschlecht, politischer Gesinnung, Religion, Hautfarbe oder anderen individuellen Faktoren.“
  • Qualifikation & Mehrwert. „Wir wollen in den nächsten fünf Jahren mindestens 1.000 Lehrgangsteilnehmer ausbilden, damit sie das „1000x1000 Movement der Integrativen Ernährung” verbreiten können. Die Absolventen sollen das erlernte Wissen und die dahinter liegende Einstellung im Rahmen der Erwachsenenbildung ebenfalls in ihren eigenen Ordinationen, Praxen, Organisationen und Studios nachhaltig weitergeben.“
  • Female Entrepreneurs. „Ein großer Schwerpunkt neben der Wissensvermittlung ist die Stärkung von Frauen zum erfolgreichen Führen ihres Unternehmens. Aus der eigenen Erfahrung des Teams wollen wir den Female Entrepreneurs Werkzeuge in die Hand geben, damit sie sich unnötige Umwege auf dem Weg ins Unternehmertum ersparen. Wir unterstützen daher unsere TeilnehmerInnen – mehr als 95 % sind weiblich – u. a. dabei, eine bedeutende Playerin im Ernährungsektor zu werden, ohne den Fehler zu begehen, sich selbst und ihre eigenen Ressourcen auszubeuten. Unser Ziel ist es, mit integrativer Ernährung den Weg von der One-Woman-Show zur Unternehmerin mit Angestellten vorbildlich zu unterstützen. Als Werte in unserer Erwachsenenbildung stehen Gesundheit, Selbstliebe und Erfolg.“

Foto: Claus Ranger

Sie ist für die Inhouse-Agentur und die Vermarktung von ÖBB Werbeflächen im öffentlichen Raum verantwortlich. Ein ABW-Interview mit Geschäftsführerin Karin Seywald-Czihak.

 

Hat sich das Werbeverhalten der Kunden in Corona-Zeiten verändert? 

Ja, Corona hat deutliche Spuren am Werbemarkt hinterlassen. Die Unternehmen sind zurückhaltender und abwartender geworden, die Buchungen erfolgen bis heute sehr kurzfristig und spontan. Es ist ein Phänomen dieser Zeit, dass man die Entwicklungen nicht absehen kann und deshalb sehr vorsichtig ist mit Buchungen und Werbeberechnungen. 

Welche Werbeformen sind bei den Kunden besonders beliebt?

Sehr beliebt sind die digitalen Werbeformen der ÖBB, weil wir hier entsprechend flexibel sind. DOOH-Werbung ist eines der beliebtesten Produkte der Kunden geworden. 

2020 sollten die neuen „interaktiven“ 75 Zoll Stelen angepriesen werden – dann kam Corona. Wie war das Feedback der Werbewirtschaft? 

Wir haben den österreichweiten Ausbau 2020 erfolgreich abgeschlossen, sind aber noch dabei, interessante Einzelstandorte im Westen Österreichs zu erkunden, konkret planen wir den Ausbau in Jenbach, Lienz und Feldkirch. Momentan bieten wir an den 77 größten Bahnhöfen Österreichs ein digitales Werbenetz an. Es handelt sich dabei um ein äußerst attraktives Produkt, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat.

Die Leiterin der ADEG Marketingabteilung über Erfolgserlebnisse, organisiertes Arbeiten und wie man seine Job-Chancen als Newcomer erhöht.

 

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Job?

Ich sehe mich als Brücke zwischen Kreation und unternehmerischem Handeln.

Beide Seiten sind spannend, herausfordernd und immer in Veränderung – dadurch gleicht kein Tag dem anderen. Und am Ende des Tages freue ich mich über unsere umgesetzten, stimmigen Werbekampagnen – wenn ich durch Österreich fahre, in unseren ADEG Märkten, auf Plakaten, als mobil Ad oder als TV-Spot.

Bitte beschreiben Sie uns Ihre Arbeitsweise?

Nach diversen Potenzialeinschätzungen würde ich mich zusammenfassend als eine Mischung aus „dominant“ und „innovativ“ sehen. Wie das zusammenpasst? Einerseits führe ich indem ich Coach und Sparringpartner bin, setze mich sehr für transparente und offene Kommunikation ein und fördere Aktionen für einen starken Zusammenhalt im Team.

Andererseits gebe ich meinem Team aber klare Leitblanken vor, innerhalb derer es sich bewegen kann – wie Meeting- und Dokumentationsstrukturen, unterstützende Projekttools und Erfolgsmessungen an vereinbarten Kennzahlen.

Valerie Pretscher, ehemalige Co-Founderin von Grapevine, hat die Leitung der Expansionssparte des Gastro-Startups Orderlion übernommen.

 

Orderlion, Österreichs Vorreiter von Online-Bestellsystemen für Lieferanten der Gastronomie, hat das Wein-Startup Grapevine übernommen. Mit 200 Winzern und Fach-Know-how im Weinhandel beschleunigt die Integration des jungen Startups den Expansionskurs von Orderlion.

 

Beschreiben Sie uns kurz Ihren Werdegang und Ihr neues Aufgabengebiet?

Nach dem Bachelor of Business Administration (BBA) an der Modul University in Wien hat es mich erst einmal ins Ausland gezogen - konkret nach Amsterdam. Im Zuge dieses dreijähren Aufenthaltes konnte ich wertvolle Erfahrungen bei der Hotelgruppe Zoku sammeln, wo ich für die junge Hotelbrand Verträge für neuer Standorte ausverhandelt habe. Da wurde mir auch bewusst, wie sehr mir das Verhandeln im Blut liegt und ich habe darin eine Stärke entdeckt, die mir anschließend beim Aufbau von grapevine sowie jetzt für die Expansion von Orderlion in die Hände spielt. 

Ihre beruflichen Ziele für dieses Jahr?

Meine Aufgabe bei Orderlion besteht darin, den bereits eingeschlagenen Expansionskurs nach Deutschland weiter auszubauen. Es gilt daher unser Online-Bestellsystem für Gastro-Lieferanten, auch in diesen schwierigen Zeiten, am Markt zu etablieren. Dabei handelt es sich um ein langfristiges Projekt, das natürlich nicht über Nacht realisiert werden kann. Mit unserem B2B-Shopsystem sind wir aber jedenfalls bestens aufgestellt, um auch über die Grenzen hinaus die Digitalisierung der Gastro erfolgreich voranzutreiben.

Während viele Unternehmen von der Krise schwer getroffen wurden, konnte Snackhersteller Kelly seine Umsätze im Coronajahr steigern.

 

Austrian Business Woman hat mit Marketing Director Petra Trimmel über die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte von Kelly gesprochen.

Coronazeit ist Knabberzeit – die Menschen verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher und greifen, nicht schwer zu erraten, vermehrt zu Chips und Co. Mag. Petra Trimmel, ihres Zeichens Marketingverantwortliche beim Snackhersteller Kelly, kann das bestätigen: „Der Konsum vieler Knabberprodukte ist seit dem März des Vorjahres deutlich gestiegen. Die Zahlen zeigen es ganz deutlich, speziell der Snackbereich ist zweistellig gewachsen.“ Ohnehin entwickle sich dieser Markt äußerst dynamisch, „aber im Endeffekt“, so Trimmel, „konnten wir im Vorjahr ein Wachstum von 13 Prozent verzeichnen, deutlich mehr, als in den Jahren zuvor.“

Unvergessen bleibt der Managerin der erste Lockdown im März des Vorjahres, als es zu Hamsterkäufen kam. „Die Regale in den Supermärkten waren leergeräumt, auch unsere Produkte waren in vielen Filialen nicht mehr zu haben.“ Das änderte sich schnell. Die Top-Seller wurden öfter produziert – in Tag- und Nachtschichten und auch an so manchen Wochenenden. Die Out of Stock-Situation war so nach kürzester Zeit wieder beendet. 

Seit November 2018 ist sie Mindshare CEO und blickt auf äußerst erfolgreiche Zeiten zurück – und dann kam Corona.

 

In der Krisenzeit wurden deshalb kurzerhand Strukturen und Arbeitsprozesse geändert. Mit Erfolg. Die Kunden voll des Lobes für die Agentur.


Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 war Anfang des Jahres sehr positiv und unsere Erwartungen lagen weit über dem Vorjahr. Da unsere Geschäftsentwicklung stark an die wirtschaftliche Entwicklung im Allgemeinen und die Werbebudgets unserer Kunden im speziellen abhängt, haben wir im Frühjahr Maßnahmen gesetzt, um den Geschäftserfolg zu stabilisieren. Die positive Entwicklung des Marktes vor allem im dritten und vierten Quartal hat uns ein Ergebnis gebracht, das über dem Vorjahr liegt“, fasst Ursula Arnold, das Corona-Geschäftsjahr zusammen.

Grayling CEO Sigrid Krupica im ABW-Interview über die Sehnsucht der Medienkonsumenten, Kommunikationsdefizite und unternehmerische Verantwortung. 

 

Planbarkeit ist in der jetzigen Situation Mangelware – quer durch alle Branchen. Umso wichtiger ist es mir, die wertvollen Kontakte zu Kunden, Partneren und auch allen Mitgliedern meines Teams aufrecht zu erhalten. Auch wenn die Menschen mehrheitlich im Homeoffice sind, ist ein möglichst persönlicher Austausch wichtig. Für das Business, für die Motivation und für das eigene Gemüt“, so Grayling CEO Sigrid Krupica. 

Jetzt sei auch die Zeit, mutig nach vorne zu schauen, zu agieren und nicht in der Schockstarre zu verharren. Gemäß dem Motto „Anders als bisher!“ fordere man derzeit die bestehenden Kunden und potenzielle Neukunden heraus, ihre Positionierung neu zu (über)denken. Damit sollen alte Denkmuster aufgebrochen und frische Ideen greifbar gemacht werden. 

Neue Stories sind gefragt

Gute Kommunikation nach innen und außen war noch nie wichtiger als jetzt, ist Krupica überzeugt. Darüber seien sich auch die Kunden einig. „Viele Unternehmen haben gerade in dieser Situation die Möglichkeit ganz neue Stories zu erzählen. Zum Beispiel alle jene, die selbst einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten oder mit Empathie und Humor beweisen, dass sie die schwierige Situation der Konsumenten verstehen und wirklich ernstgemeinte Abhilfe schaffen möchten.“

Sie ist Chief Marketing Officer der APA-Gruppe und Präsidentin der Österreichischen Marketing Gesellschaft (ÖMG). Ein ABW-Gespräch mit Barbara Rauchwarter über die Stimmungslage in der Branche.

 

Welche Businessstrategien verfolgen Sie in diesen herausfordernden Zeiten?

Wir unterstützen unsere Kunden bei ihren Informations- und Kommunikationsaufgaben sowohl inhaltlich als auch technologisch. Und wir treiben die Digitalisierung weiter und bieten entsprechende Lösungen an, wie sonst auch.

Wie gelingt es Ihnen in Corona-Zeiten, Kunden von der Sinnhaftigkeit der APA Lösungen und Produkte zu überzeugen?

Ich glaube, Produkte und Lösungen müssen grundsätzlich sinnvoll für Kundinnen und Kunden sein, eine ihrer Herausforderung lösen, vor allem im B2B-Geschäft. Ansonsten performen sie nicht, unabhängig davon, ob wir eine Pandemie oder sonstige Krisen haben. Insofern gelingt uns das derzeit mit ähnlichen Methoden wie sonst auch. Abgesehen davon, dass die generelle Kundenkommunikation natürlich zum größten Teil digital erfolgt – wie in sehr vielen Bereichen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.